Mineralölindustrie: Im 1. Halbjahr 2013 Kraftstoffverbrauch rückgängig

Heizöl Extraleicht im Plus

Wien (OTS) - In der halbjährlichen Verbrauchseinschätzung des Mineralölmarktes durch den Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) zeigt sich produktabhängig eine unterschiedliche Verbrauchsentwicklung zum Vorjahreshalbjahr. Der Absatz von Ottokraftstoffen und Flugturbinentreibstoff ist spürbar gesunken. Diesel erfuhr nur einen leichten Rückgang. Bei Heizöl Extraleicht wurde aufgrund des langen Winters jedoch mehr als im ersten Halbjahr 2012 verbraucht.

Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbandes der Mineralölindustrie, sieht für diese Entwicklung zwei maßgebliche Gründe: "Der lange Winter hat sowohl einen negativen als auch einen positiven Effekt auf den Absatz von Mineralölprodukten ergeben. Einerseits hat die lang anhaltende kalte Witterung zu einem Verbrauchsrückgang bei Benzin und Diesel beigetragen, andererseits mussten die Menschen länger heizen, wodurch mehr Heizöl verbraucht wurde. Zusätzlich trug die Hochwasserkatastrophe im Mai/Juni zu einem weiteren Rückgang des Kraftstoffverbrauches bei."

Günstigere Preissituation im zweiten Quartal

Die Preise bei Heizöl Extraleicht (HEL) waren im zweiten Quartal auf einem vergleichsweise günstigen Niveau. In Kombination mit dem langen Winter erhöhte sich dadurch der HEL-Absatz um 13,2% auf 670.000 Tonnen.

Kraftstoffverbrauch minus 2,5 %

Der Verbrauch von Ottokraftstoffen sank im 1. Halbjahr um 7,4% auf 770.000 Tonnen (1. HJ 2012: 831.600 Tonnen). Bei Diesel hingegen fiel der Rückgang mit einem Minus von 1,2% deutlich geringer aus. So wurden insgesamt 2.940.000 Tonnen Dieselkraftstoff verbraucht (1. HJ 2012: 2.975.000 Tonnen). Insgesamt betrachtet ergibt sich dadurch ein Rückgang bei Kraftstoffen um 2,5% auf 3.710.000 Tonnen (1. HJ 2012: 3.806.560 Tonnen). In Liter gerechnet waren das rund 4,5 Milliarden Liter Kraftstoff (OK und DK). Zwei Drittel davon wurden über das öffentlich zugängliche Tankstellennetz (2.515 Tankstellen) und ein Drittel, fast ausschließlich Diesel, im Großkundengeschäft abgesetzt.

Rückgang auch bei Flugturbinentreibstoff und bei Bitumen

Das insbesondere im Straßenbau eingesetzte Bitumen erfuhr einen Verbrauchsrückgang von 12,2% und reduzierte sich auf 134.000 Tonnen. Der Verbrauch von Flugturbinentreibstoff sank im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2012 um 8,7%. Im ersten Halbjahr 2013 wurden insgesamt 315.000 Tonnen Flugturbinentreibstoff verbraucht.

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