Korun appelliert an Innenministerin: Wahlkampf darf niemals Menschenleben gefährden

Grüne: Zwei Tschetschenen, die nach ihrer Abschiebung festgenommen wurden, mahnen

Wien (OTS) - "Dieses Jahr erlebten wir schon zweimal das, was auch den gestern in Schubhaft genommenen acht Pakistani nach ihrer Abschiebung drohen könnte: die Festnahme gleich nach der Abschiebung ins vermeintlich sichere Heimatland", ist Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen, alarmiert.

Anfang 2013 wurden mehrere tschetschenische Asylwerber abgeschoben. Zwei von ihnen wurden nach ihrer Abschiebung festgenommen. Was diesen Männern seitdem passiert ist und ob sie noch am Leben sind, ist nicht bekannt. "Tatsache ist, auch bei ihnen wurde behauptet, sie bräuchten keinen Schutz in Österreich und ihr Heimatland sei für sie sicher", so Korun.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hat es heute persönlich in der Hand, so eine grauenhafte Folge der Abschiebung zu verhindern. Ich appelliere an sie, die Abschiebung der acht gestern festgenommenen Pakistani zu stoppen und sie auf freien Fuß zu setzen. Gefährdete Menschen dürfen keine Punktbringer in einer Wahlkampagne sein. Nach dem beschämenden Schicksal der beiden Tschetschenen darf Mikl-Leitner nicht wieder sehendes Auge in dieselbe Katastrophe zusteuern", schließt Korun.

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