Verkehrssicherheitspaket inklusive dreispurigem Ausbau für A 4

Pröll: Im Interesse von Sicherheit und Standortqualität

St. Pölten (OTS/NLK) - "Ich bin sehr froh, dass der zuletzt im Raum gestandene Zeithorizont für den Ausbau der A 4 Ostautobahn per 2020 jetzt deutlich verkürzt wurde. Im Interesse von Sicherheit und Standortqualität ist der Ausbau der A 4 für Niederösterreich bereits seit vielen Jahren prioritär", sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, Donnerstag, 25. Juli, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Verkehrsministerin Doris Bures, Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl und ASFINAG-Vorstandsdirektor DI Alois Schedl zum Thema Verkehrssicherheitspaket inklusive dreispurigem Ausbau der A 4 im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie in Wien.

Dabei hob der Landeshauptmann zum einen die verkehrsstrategische Bedeutung der A 4 hervor: "An der Leistungsfähigkeit der A 4 hängt auch das Tempo der Entwicklung der gesamten Region." Zum anderen gehe es angesichts des in hohem Maße verdichteten Verkehrs und der damit verbundenen Unfallhäufigkeit auch um die Verkehrssicherheit. "In Niederösterreich zeigen die Verkehrssicherheitsmaßnahmen Gott sei Dank Wirkung, in den letzten acht Jahren konnte die Zahl der Verkehrstoten um 50 Prozent verringert werden. Dennoch ist natürlich jeder Verkehrstote einer zuviel, deshalb wird sich das Land Niederösterreich an dem 2015 in Betrieb gehenden Verkehrskontrollplatz bei Bruck an der Leitha mit rund einer Million Euro beteiligen", so Pröll.

Bures betonte, wenn man gemeinsam an einem Strang ziehe und das Interesse der Bevölkerung in den Mittelpunkt stelle, komme man auch grenzüberschreitend zu guten Lösungen. "In den letzten Jahren sind österreichweit über fünf Milliarden Euro in das hochrangige Straßennetz investiert worden, mehr als die Hälfte davon dient der Erhöhung der Verkehrssicherheit. Die Prioritätenliste des Infrastrukturausbaus richtet sich nach den Voraussetzungen Verkehrssicherheit, maximaler Nutzen für die Bevölkerung, maximaler Nutzen für den Wirtschaftsstandort sowie nach der Maxime, nur zu bauen, was man sich auch leisten kann", so die Ministerin.

Niessl führte aus, die bereits jetzt hohe Verkehrsbelastung werde in Zukunft noch zunehmen. "Für die gesamte Ostregion ist eine leistungsfähige internationale Verbindung zwischen Wien und Bratislava bzw. Budapest enorm wichtig." Zudem müsse die Infrastruktur darauf Rücksicht nehmen, dass die Bevölkerung der Ostregion bis 2030 um 400.000 Menschen zunehmen werde, so Burgenlands Landeshauptmann.

Schedl präzisierte in Bezug auf die Verkehrssicherheitsmaßnahmen, dass eine Analyse der Unfallsituationen auf der A 4 ergeben habe, dass zwar die Zahl der Unfälle nicht signifikant höher sei als auf anderen Autobahnen, sehr wohl aber deren Folgen hinsichtlich Rettung, Fahrzeugbergung etc. 30 Prozent der Unfälle auf der A 4 seien Alleinunfälle, 56 Prozent Auffahrunfälle, vor allem unter Beteiligung von Lkw's. Hinsichtlich der Machbarkeitsstudie für den weiteren Ausbau betonte er den schmalen Querschnitt mit nicht ausreichend breiten Pannenstreifen, den teilweise schlechten baulichen Zustand mit unebenen Oberflächen sowie den Wunsch der Autofahrer, Baustellen auf eine Länge von jeweils maximal zehn Kilometern zu beschränken.

Im konkreten sieht das Verkehrssicherheitspaket für die A 4 vier Stufen vor: Zum ersten Sicherheits-Sofortmaßnahmen zwischen Fischamend und der Staatsgrenze mit zusätzlichen Leitschienen, Reflektoren, Überkopfwegweisern, verbesserten Bodenmarkierungen etc. (Gesamtinvestition: 5 Millionen Euro). Der zweite Schritt beinhaltet den dreispurigen Ausbau zwischen dem Flughafen und Fischamend in den Jahren 2014 und 2015 (Investition: 45 Millionen Euro). Schritt drei ist die Generalsanierung zwischen Neusiedl und der Staatsgrenze in den Jahren 2015 bis 2017 (Investition: 50 Millionen Euro). Der vierte Schritt bringt schließlich den dreispurigen Ausbau zwischen Fischamend und Neusiedl mit geplantem Baubeginn im Jahr 2018, vier Jahresetappen und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 245 Millionen Euro.

Zusätzlich soll es zwischen Fischamend und Nickelsdof ein Überholverbot für Lkw's geben, die schwerer als 3,5 Tonnen sind (bisher: 7,5 Tonnen), vermehrte Radaranlagen mit Frontfotografie bzw. Abstandskontrollen, eine Verkehrsbeeinflussungsanlage vom Flughafen bis Neusiedl sowie einen neuen Verkehrskontrollplatz bei Bruck an der Leitha.

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