Schwentner: Justizministerin Karl fehlt Gespür, was Diskriminierung ist

Grüne fordern Gleichstellung bei Homo-Ehe

Wien (OTS) - "Auf der einen Seite die Ehe, exklusiv für heterosexuelle Paare, und auf der anderen Seite die eingetragene Partnerschaft für homosexuelle Paare. Diese Unterscheidung diskriminiert Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung. Doch beim Erkennen von Diskriminierung fehlt Justizministerin Beatrix Karl einfach das Gespür", meint Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, in Reaktion auf ein Interview mit Justizministerin Karl in der Kleinen Zeitung. Darin meint die Ministerin, dass dieser ungleiche Zugang "Diskriminierung vermeidet".
Das Gegenteil sei der Fall, so Judith Schwentner: "Die Diskriminierung homosexueller Paare zeigt sich in vielen Facetten. Während bei Eheschließungen vom Familiennamen die Rede ist, gibt es bei der eingetragenen Partnerschaft nur einen gemeinsamen Nachnamen. Die Anerkennung des Paares als eine Familie wird verwehrt. Das zeigt sich auch daran, dass eine Fremdkindadoption für diese Paare nicht möglich ist." Auch beim Festakt selbst, sei der Unterschied zwischen einer Ehe und einer eingetragenen Partnerschaft zu spüren. So sind zum Beispiel die Trauungssäle in Graz ausschließlich für Eheschließungen zugänglich. "Um zu erkennen, dass homosexuellen Paaren nicht alle Türen offenstehen, muss man nicht hunderte Gesetzeskommentare studiert haben. Man sollte jedoch erkennen können, dass der Rahmen für die Feierlichkeiten für homosexuelle Paare eine genau so große emotionale Bedeutung hat wie für heterosexuelle Paare", so Schwentner.

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