GPA-djp-Pick: Wiener Jugendbeschäftigungspaket setzt weitere Meilensteine

Berücksichtigung von Ausbildungsbetrieben bei der Auftragsvergabe, Qualitätssiegel, Lehrlingscoaching und Berufsschuloffensive

Wien (OTS/ÖGB) - Die Stadt Wien setzt mit dem 6-Punkte-Programm für Wiens Jugend weitere Meilensteine. "Wir begrüßen das heute präsentierte Jugendbeschäftigungspaket. Mit der Berücksichtigung von Ausbildungsbetrieben bei der Auftragsvergabe wird beispielsweise eine jahrelange Forderung der Gewerkschaftsjugend endlich umgesetzt. Es freut mich, dass die Stadt Wien diese Forderung aufgegriffen hat und jetzt auch ausweitet", stellt Peter Pick, Wiener Jugendvorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), fest. "Jetzt gilt es, weitere Unternehmen zu finden, die einerseits Lehrlinge ausbilden und andererseits gesellschaftspolitische Verantwortung beweisen, indem sie sich diesem System der Auftragsvergabe anschließen. Insbesondere die Bundesregierung und auch die Europäische Union sind gefordert, diesem Beispiel zu folgen", fordert Pick.

Die sechs Punkte des Pakets: Auftragsvergabe und Berücksichtigung von Ausbildungsbetrieben; Qualitätssiegel für Lehrbetriebe der Sozialpartner und der Stadt Wien; VIP-Coaching an Wiener Berufsschulen; Ausbau der Ausbildungsplätze; mehr überbetriebliche Lehrausbildung sowie eine Berufsschuloffensive (neue EDV-Ausstattung, Modernisierung und Neubau der Berufsschule für Verwaltungsberufe).

Ein weiterer zentraler Schritt für eine qualitativ hochwertige Lehrausbildung ist das Wiener Qualitätssiegel für Lehrbetriebe der Sozialpartner und der Stadt, wie es die GPA-djp-Jugend Wien als erste gefordert hatte: "Dadurch wird der Standard der Lehrausbildung alle vier Jahre überprüft. Für alle teilnehmenden Betriebe ist dadurch gewährleistet, dass die Ausbildung für die Jugendlichen state-of-the-art ist und Ausbildung statt Ausbeutung vorherrscht. Damit können wir letztlich das Image der Lehrausbildung heben und gleichzeitig Jugendlichen bei ihrer Lehrstellensuche eine Orientierung geben, welchen Betrieben eine gute Ausbildung tatsächlich ein Herzensanliegen ist," erklärt Pick. Umso wichtiger sei es daher, dass möglichst viele Betriebe dieses Qualitätssiegel beantragen. "Wir haben heute im Rahmen unseres Wiener JugendvertrauensrätInnen (JVR)-Meetings beschlossen, in den Betrieben aller unserer JugendvertrauensrätInnen auch intern die Geschäftsleitung aufzufordern, an dieser Zertifizierung teilzunehmen. Dennoch muss auch im Bereich der Qualität auf Bundesebene mehr passieren, denn nur der Nationalrat hat eine diesbezügliche Gesetzeskompetenz", so Pick weiter.

Um die Zahl der Abschlüsse bei den Lehrabschlussprüfungen zu erhöhen und die Drop-out-Quote zu senken, ist ein weiterer Punkt des heute beschlossenen Pakets das neu initiierte "Early Complete - VIP Coaching an den Wiener Berufsschulen". Damit könne auf die individuellen Bedürfnisse der betroffenen Lehrlinge eingegangen werden, erklärt Pick: "Ziel ist es, die Erfolgsquote bei den Lehrabschlussprüfungen bis zum Jahr 2015 von 74 Prozent auf 84 Prozent zu erhöhen. Dieser moderne Ansatz ist genau der Gegensatz zum Blockadedenken mancher konservativen Kräfte und ein richtiger und wichtiger Schritt für eine gut (aus)gebildete Jugend. Denn wir wollen die Lehrausbildung nicht auf rein ökonomisches Interesse reduzieren lassen, wir betrachten die Lehrausbildung als wesentlichen Teil des Bildungssystems. Unser Ziel ist ein selbstbestimmtes, glückliches Leben in Würde für alle", so der Jugendvorsitzende abschließend.

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