Kadenbach und Leichtfried fordern EU-weites Verbot genetisch veränderter Tiere

Kommission agiert zögerlich - Europa braucht angesichts der Verhandlungen zum EU-US-Freihandelsabkommen klare Vorgaben

Wien (OTS/SK) - "Wenn wir ein Europa wollen, in dem besondere Sorgfalt im Umgang mit Gentechnik besteht, dann müssen wir auch dafür sorgen, dass ein EU-weites Verbot von genetisch veränderten Tieren ausgesprochen wird", sagt die EU-Abgeordnete Karin Kadenbach am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Der Delegationsleiter der SPÖ-Europaabgeordneten, Jörg Leichtfried, betont: "Die Auswirkungen des Einsatzes von Gentechnik in der Tierzucht sind zu wenig erforscht. Es ist nicht klargestellt, ob sich der Verzehr von Fleisch von genetisch veränderten Tieren negativ auf die Gesundheit auswirkt. Ebenso muss der Aspekt des Tierschutzes berücksichtigt werden." ****

Leichtfried, Vizepräsident der Animal Welfare Intergroup und Kadenbach, Mitglied im Umweltausschuss, fordern daher ein EU-weites Verbot genetisch veränderter Tiere sowie ein Verbot des Verkaufs von Fleisch und Milch dieser Tiere. Die Abgeordneten haben diesbezüglich eine Anfrage an die Kommission gestellt, um zu erfahren, ob die Bereitschaft besteht, entsprechende Verbote einzuführen. "Die Antwort ist wenig befriedigend, denn die Kommission verweist darauf, dass es bis dato keine Anträge auf Zulassung gebe und daher kein Handlungsbedarf vorliege. In dieser Frage zuzuwarten, ist aber ein schwerer Fehler. Es wird angenommen, dass die US-amerikanische Gesundheitsbehörde noch im Jahr 2013 den Verkauf im Erbgut veränderter Lachse für den Verzehr zulässt. Gerade angesichts der Verhandlungen zum Freihandelsabkommen wäre es wichtig, dass von Seiten der EU hier eindeutige Vorgaben gemacht werden", sagen Kadenbach und Leichtfried. (Schluss) bj/mp

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