• 24.07.2013, 12:58:26
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WWF: Größte Bank der Welt stoppt Subventionen für Kohlekraftwerke

Schwerpunkt auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Utl.: Schwerpunkt auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz =

Brüssel/Wien (OTS) - Der WWF begrüßt die Entscheidung der größten
internationalen Finanzinstitution, der Europäischen Investment Bank
(EIB), ihre Investitionen für Kohle- und Braunkohlekraftwerke
auslaufen zu lassen. Nach der historischen Entscheidung der Weltbank
von letzter Woche Energie aus Kohle nur mehr in Ausnahmefällen zu
finanzieren, ist dies ein weiterer Schritt in die richtige Richtung
gegen die globale Erderwärmung. "Es ist Zeit, dass auch andere
Finanzinstitutionen diesen Beispielen folgen und die Wende zu den
Erneuerbaren Energien verwirklichen", so der WWF. Der österreichische
WWF-Energieexperte Karl Schellmann kritisiert, dass fast die Hälfte
der EIB-Investitionen in Österreich bisher in fossile Energieprojekte
geflossen ist. "Bei der Finanzierung zukünftiger Projekte in
Österreich muss der Schwerpunkt nun auf Erneuerbare Energien und
Energieeffizienz liegen", so Schellmann.

Der WWF weist darauf hin, dass noch weitere Maßnahmen folgen müssen
um unter einem Temperaturanstieg in Europa von zwei Grad Celsius zu
bleiben. Der WWF ruft die EIB auf, alle finanziellen Unterstützungen
für Kraftwerke zu stoppen, die auf fossilen Energieträgern beruhen.
"Kohle ist die schmutzigste fossile Energie, die auch ganze Regionen
verschmutzt und die Gesundheit der Menschen bedroht. Nun muss auch
die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) dem
Beispiel der EIB folgen", so Sebastien Godinot vom Europäischen
WWF-Büro. Die EBRD präsentiert morgen in London ihre Strategie zur
Finanzierung des Energiesektors.

Die EIB investierte 70 Milliarden Euro in langfristige
Energieprojekte im Lauf der letzten fünf Jahre. Der WWF fordert auch
von der EIB, dass die Emissionsgrenzen für alle weiteren fossilen
Kraftwerke in der EU gesenkt werden, wenn sie in den nächsten Jahren
gefördert werden wollen. Ebenso braucht es messbare Finanzziele für
die Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. "Das
wäre ein klares Signal für Investoren und die Industrie", so Jason
Anderson vom Europäischen WWF-Büro in Brüssel.

Im Rahmen der weltweiten WWF-Kampagne "Seize Your Power" ruft der WWF
alle Finanzinstitutionen auf die Investitionen für die Förderung von
Erneuerbaren Energien zu erhöhen und die Kredite für fossile
Energieträger zurückzuschrauben. "Es braucht einen drastischen Wandel
um dem Klimawandel wirksam zu begegnen", so Anderson.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF

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