- 24.07.2013, 12:01:12
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AK zu Kreditkartengebühren: Konsumenten nicht weiter belasten 1
Interbankgebühren dürfen nicht auf KarteninhaberInnen überwälzt werden
Utl.: Interbankgebühren dürfen nicht auf KarteninhaberInnen
überwälzt werden =
Wien (OTS) - KonsumentInnen zahlen für Plastikkarten nicht nur eine
Jahresgebühr, sondern auch einige Zusatzspesen, etwa beim Geld
abheben oder Einkaufen in fremder Währung. Das zeigt ein aktueller AK
Test zum Plastikgeld. "Sollten die sogenannten Interbankgebühren für
die Kreditkartenfirmen gedeckelt werden, dürfen dafür nicht die
Konsumenten zum Handkuss kommen und zahlen. Das ist sachlich nicht
gerechtfertigt", sagen die AK Konsumentenschützer angesichts der
EU-Pläne.
Die Interbankgebühren bleiben Bankomat- und Kreditkarten-Besitzern
verborgen: Sie werden zwischen Händlern, Banken und
Kreditkartenfirmen für die Abwicklung von Zah-lungsvorgängen
verrechnet. Werden die Gebühren für die Kreditkartenfirmen begrenzt,
dürfen letztlich nicht die KundInnen belastet werden. Statt
Preiserhöhungen sollte es mehr Transparenz bei den Spesen und der
Devisenkursabrechnung geben.
Die AK hat im Mai und Juni die Konditionen von vier
Kreditkartenfirmen geprüft: Ameri-can Express, Card Complete (Visa
und MasterCard), Diners Club PayLife (Visa und Mas-terCard). Alle
vier Unternehmen bieten ein umfangreiches Kartenangebot mit und ohne
Versicherungsschutz an. "Kreditkarten ohne Versicherungsschutz sind
ab einer Jahresgebühr von 18,17 Euro zu haben", sagen die AK
Konsumentenschützer.
Bei den Kreditkarten gibt es für KonsumentInnen unterschiedlich
hohe Spesen, etwa für die Monatsabrechnung per Post, Spesen beim Geld
abheben oder bei Umsätzen in Nicht-Euro-Ländern. Überdies zahlen
KonsumentInnen hohe Zinsen, wenn sie ihre Kreditkartenabrechnung in
Raten abstottern - 12,5 bis 14 Prozent pro Jahr. Diese Zinssätze sind
laut AK-Analyse seit Jahren gleich hoch - und das trotz Niedrigzinsen
am Geld- und Kapitalmarkt.
Konkret: Mit der Kreditkarte kommt Geld abheben sehr teuer - egal,
wo Sie sind, es fallen immer Spesen an. Im Euro-Raum und somit auch
im Inland sind drei Prozent, mindestens aber 2,50 bis vier Euro zu
zahlen. Außerhalb des Euro-Raumes kommt zu den drei Prozent noch
zusätzlich eine Manipulationsgebühr dazu, die bis zu zwei Prozent
ausmachen kann. In Nicht-Euro-Ländern betragen beim Zahlen die
Gebühren 1,5 bis zwei Prozent. Wer im Euro-Raum einkaufen geht, zahlt
keine Spesen.
Mit der Maestrokarte, umgangssprachlich Bankomatkarte, fahren
KonsumentInnen oft günstiger: In Euro-Ländern gibt es beim Zahlen und
Geld abheben keine Spesen. Es kann eventuell eine Zeilengebühr beim
Girokonto anfallen, je nach Girokontomodell. In Nicht-Euro-Ländern
fallen bei der Bargeldabhebung Spesen von 0,75 Prozent zuzüglich 1,82
Euro an, beim Einkaufen 0,75 Prozent zuzüglich 1,09 Euro.
Card Complete und PayLife haben auch sogenannte Prepaid-Karten mit
keiner oder nur einer geringen Kartengebühr. Die Karte muss mit einem
Guthaben aufgeladen werden, dabei können sich Spesen bis zu einem
Prozent vom aufgeladenen Betrag ergeben.
(Forts.)
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