Neues Volksblatt: "Kontraproduktiv" von Kathrin KNAPPICH

Ausgabe vom 23. Juli 2013

Linz (OTS) - Ein aktueller Bericht des Finanzministeriums zeigt auf, dass die Abwanderung heimischer Betriebe ins billigere Ausland dem heimischen Fiskus viel Geld kostet. Ganz zu schweigen von den 70.000 Arbeitsplätzen, die zwischen den Jahren 2008 und 2012 verloren gegangen sind. Die SPÖ scheint den Ernst der Lage nicht erkannt zu haben und spart weiter nicht mit Rufen nach neuen Steuern und damit weiteren Belastungen für die Unternehmen. Um Österreich als Wirtschaftsstandort attraktiv zu halten und so die Abwanderung von Konzernen sowie auch von Klein- und Mittelbetrieben ins Ausland zu verhindern, müssten Unternehmer aber vielmehr entlastet werden. Denn immerhin schaffen diese ja Arbeitsplätze und damit Wohlstand für Österreich und seine Bürger.
Wenn jedoch die rote Regierungspartei ständig nach höheren Steuern und Abgaben für genau diejenigen ruft, die den Menschen im Land zu Jobs und Einkommen verhelfen, so ist das für Investoren nicht gerade verlockend. Denn diese brauchen Rechtssicherheit und Stabilität. Mag sein, dass SPÖ-Chef Faymann glaubt, mit populistischen Aussagen gegen Unternehmer politisches Kleingeld machen zu können. Der Preis ist aber hoch: Denn damit ziehen die Genossen dem viel zitierten kleinen Mann - und auch der Frau - den Boden in Form potenzieller Arbeitgeber unter den Füßen weg. Und das ist mehr als nur kontraproduktiv.

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