SK-Dokumentation: ÖVP-Papier zu Wirtschaftsstandort widerspricht ÖVP-Wirtschaftsminister

Wien (OTS/SK) - Der SPÖ-Pressedienst stellt eine Dokumentation von Studien und Aussagen zur Verfügung, die die Widersprüchlichkeiten des ÖVP-Papiers über den Wirtschaftsstandort Österreich aufzeigen. Den Behauptungen der Spindelegger-ÖVP widersprechen sowohl der ÖVP-Wirtschaftsminister, als auch die Industriellenvereinigung und das Wifo: ****

* ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner am 18. Februar 2013:
"Der Standort Österreich ist gerade in einem schwierigen internationalen Umfeld ausgesprochen attraktiv und wettbewerbsfähig. Unternehmen, die sich bei uns ansiedeln, schätzen die Drehscheibenfunktion in Richtung Zentral- und Osteuropa, unsere qualifizierten Fachkräfte und die hohe Stabilität und Rechtssicherheit. Die Anzahl der neu angesiedelten internationalen Unternehmen ist im Vorjahr gegenüber 2011 um zehn Prozent gewachsen." (OTS)

* IV-Generalsekretär Christoph Neumayr am 18. Juli 2013:
"Derzeit befinden sich 303 Headquarters in Österreich, allein in den vergangenen beiden Jahren konnte ein Nettozuwachs von 14 neuen regionalen Headquarters verbucht werden. Unter diesen befinden sich auch 28 'Fortune-500-Firmen', welche ihre Osteuropa-Headquarters in Österreich errichtet haben und mehr als 1.000 internationale Firmen koordinieren ihre CEE-Geschäfte von Österreich aus." (OTS)

* WIFO-Studie zu ausländischen Direktinvestitionen und Headquarters-Funktionen (2008):
"Die wichtigsten Standortkriterien für die Ausübung von internationalen Headquarter-Funktionen am Standort Österreich sind die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal sowie das Ausbildungsniveau."

* Austrian Business Agency lobt Standort Österreich:
Die dem Wirtschaftsministerium von Reinhold Mitterlehner unterstellte Ansiedelungsagentur Austrian Business Agency (ABA) zeigt auf ihrer Homepage http://investinaustria.at mit etlichen Statistiken die Qualitäten des österreichischen Wirtschaftsstandortes auf: Demnach haben sich zum Beispiel alleine 2012 201 ausländische Betriebe in Österreich neu angesiedelt - der zweitbeste Wert seit mehr als 30 Jahren. Als eine der "Stärken des Wirtschaftsstandorts Österreich" wird u.a. das "unternehmerfreundliche Steuersystem" angeführt.

* Christian Helmenstein, IV-Chefökonom, am 20. Juli 2013 in der "Wiener Zeitung":
Der Chefökonom der Industriellenvereinigung Christian Helmenstein sieht die Zahl von 70.000 verlorenen Jobs als "um Eckhäuser weg von der Realität". Aus seiner Sicht sind seit 2005 keine Headquarters und damit verbundene Jobs verloren gegangen, sondern exakt 198 Headquarters dazu gekommen.

* René Sigl, ABA-Geschäftsführer am 20. Juli 2013 in der "Wiener Zeitung":
"In Summe ist die Zahl der Headquarters noch immer leicht steigend. Zuletzt lag sie laut Headquarters Austria bei 308." Der Chef der angesprochenen "Headquarters Austria" sagt: "Österreich konnte sich bisher im Wettbewerb um Unternehmenszentralen gut behaupten. Die Zahl der regionalen Headquarters multinationaler Konzerne nimmt leicht zu." (Schluss) mo/mb

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