Hundstorfer zu Pensionsantrittsalter: Keine Politik gegen Frauen betreiben

Hundstorfer beharrt auf aufrechten Beschlüssen

Wien (OTS/SK) - Gegenüber dem SPÖ-Pressedienst betont Sozialminister Rudolf Hundstorfer heute, Sonntag, dass es keine verfrühte Erhöhung des Pensionsantrittsalters von Frauen geben werde, unabhängig davon, wie laut die ÖVP dieses beschwöre. "Es gibt bereits einen Regierungs-und Parlamentsbeschluss in dieser Frage und die Österreicherinnen müssen sich auf diesen verlassen können. Es kann nicht angehen, aus wahltaktischen Gründen Politik gegen Frauen betreiben zu wollen." ****

Gemäß eines aufrechten Beschlusses soll eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters ab 1. Jänner 2024 bis zum Jahr 2033 mit Jahresbeginn um sechs Monate erhöht werden. Von diesem Zeitplan wird Hundstorfer nicht abweichen.

"Die Frauen in Österreich erwarten sich, dass Ankündigungen wie diese auch entsprechend umgesetzt werden und eine Regierung in dieser Frage verlässlich ist."

Weiters sprechen auch die realen Ungleichverhältnisse bei der Arbeitsbelastung und -entlohnung, die derzeit zu Ungunsten der Frauen ausfallen, absolut gegen die verfrühte Erhöhung des Antrittsalters:
"Solange Frauen im Erwerbsleben durch Lohngefälle, unbezahlte Überstunden, schlechtere Gehaltseinstufungen und verringerte Aufstiegschancen benachteiligt werden, ist eine spontane Erhöhung des Pensionsantrittsalters kein Thema. Es ist wichtiger, in geschlechterpolitischen Fragen die dringendsten Probleme anzugehen. Und die liegen sicherlich in der klaren Diskriminierung von Frauen am Arbeitsmarkt."

Das Pensionssystem ist laut Hundstorfer gesichert und es werden alle Maßnahmen getroffen, damit das weiterhin so bleibe.

"Es ist immer notwendig zu fragen, ob politische Forderungen und Handlungen wirklich zu mehr Gerechtigkeit und Gleichheit führen. Das ist bei einer einfachen Anhebung des Pensionsantrittsalters von Frauen nicht der Fall, wenn nicht Lösungen für reale Diskriminierungen am Arbeitsmarkt oder für die hohe Arbeitsbelastung von Frauen durch unbezahlte Arbeit gefunden werden", schließt Hundstorfer. (Schluss) kg/mo

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