Krainer: Fekter-Aussagen halten Fakten nicht stand

"Österreich braucht eine Gerechtigkeitsreform"

Wien (OTS/SK) - "Noch einmal zum Mitschreiben, Frau Finanzministerin:
Die völlig legitime Forderung nach einer Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch einen gerechten Beitrag von Millionären und Millionenerbschaften gegenfinanziert werden soll, hat nichts mit Neid oder Hetze zu tun", kritisiert SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer die "unqualifizierten Aussagen Fekters" in der Tageszeitung "Österreich". Krainer empfiehlt der Finanzministerin die Lektüre des Faktenchecks in der aktuellen Ausgabe von "profil" sowie eingängiger makroökonomischer Studien der Nationalbank, der OECD, der Valluga AG und des "Global Wealth Reports". "Dort ist unter anderem nachzulesen, dass die Lohnquote seit Mitte der 90er Jahre von 76 auf 67 Prozent gesunken ist, während Vermögenseinkommen umso deutlicher gewachsen sind." ****

Unbestritten ist weiter, dass die wohlhabendsten zehn Prozent der Österreicher mit 720 Milliarden Euro satte 60 Prozent des gesamten heimischen Immobilien-und Finanzvermögens besitzen.

"Das Vermögen der Millionäre wuchs und wächst völlig unbehelligt. In den kommenden drei Jahrzehnten wird jährlich ein Volumen von 25 Milliarden Euro vererbt werden - ohne das die Allgemeinheit auch nur einen Cent von diesen leistungslosen Einkünften sieht. Währenddessen werden wir zu Recht von der OECD dafür kritisiert, dass die Steuern auf den Faktor Arbeit viel zu hoch sind. Österreich braucht eine Gerechtigkeitsreform, mit der wir die Kaufkraft weiter stärken, indem wir die wahren Leistungsträger, nämlich jene Menschen die tagtäglich hart für ihr Geld arbeiten müssen, entlasten und von Millionären und Banken einen gerechten Beitrag einfordern", plädiert der SPÖ-Finanzsprecher für eine Verlängerung der Bankenabgabe sowie Millionärssteuern. (Schluss) mo/kg

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