Neues Volksblatt: "Keine Zukunft" von Christian HAUBNER

Ausgabe vom 20. Juli 2013

Linz (OTS) - Es ist nicht neu, dass es in Europa eine Lobby für Atomenergie gibt. Umso erfreulicher war die rasche und unmissverständliche Reaktion der heimischen Politik sowie der NGOs gegen allfällige Bestrebungen in Richtung Ausbau-Erleichterungen. Denn diese Reaktion hat - mit dem ebenso klaren "Nein" der deutschen Kanzlerin Merkel - gezeigt, dass es eben auch andere starke Stimmen in Europa gibt.
Und es ist vernünftig, in diesen Chor einzustimmen: Große und kleinere AKW-Unfälle zeigen das völlig inakzeptable Gefahrenpotenzial auf. Man mag sich die Folgen eines atomaren GAUs in Europa gar nicht ausmalen. Klar ist, dass dagegen bisherige europäische Probleme à la Wirtschaftskrise wie ein Kindergeburtstag anmuten.
Auch wirtschaftliche Gründe sprechen gegen AKWs: Sicher, die Stromerzeugung für sich betrachtet mag günstig sein. Haftungen, Abtransport sowie Endlagerung atomarer Abfallprodukte und die jahrhundertelang nötige Wartung der Lagerstätten gibt's aber auch nicht umsonst.
Es ist allein aus Gründen der Versorgung klar, dass eine gesamteuropäische Wende weg von Atomenergie nicht von heute auf morgen passieren kann. Doch bei allem Verständnis für Länder, die topografisch nicht mit besten Bedingungen für Wasserkraft & Co. gesegnet sind: Atomkraft liefert keinen grünen Strom. Sie ist nicht sauber und nicht billig. Und sie sollte daher langfristig keine Zukunft haben.

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