Blecha: "Öffentliches Pensionssystem ist Grundpfeiler der österreichischen Stabilität"

Pensionistenverband fordert ab 2015 wieder volle Index-Abgeltung für Pensionisten Pensionistenverband fordert ab 2015 wieder volle Index-Abgeltung für Pensionisten

Wien (OTS/SK) - Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) und des österreichischen Seniorenrates trat in einer Pressekonferenz am Freitag entschlossen gegen neue Verunsicherungskampagnen gegen das bewährte staatliche Pensionssystem auf. Pensionisten sind mit ihren Konsumausgaben ein "extrem wichtiger Wirtschaftsfaktor", stellte Blecha fest. Das Wichtigste für die Sicherung der Pensionen sei es, Jobs für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen - auch für Ältere, Frauen, MigrantInnen sowie Junge. Berufliche und medizinische Rehabilitation darf nicht vergessen werden. "Denn Wachstum und Beschäftigung sind die Voraussetzung, um unsere Pensionen langfristig zu sichern", so Blecha.****

Der PVÖ-Präsident stellte unmissverständlich fest: "Mit Dämpfungen der Teuerungsabgeltung wie 2013 und 2014 ist Schluss! Ab 2015 muss es die gesetzlich vorgesehene Anpassung der Pensionen geben. Anhebung des Regelpensionsalters auf 67 Jahre - wie von EU-Experten gefordert - ist kalte Pensionskürzung und wird entschieden abgelehnt. Wir brauchen alters-, und alternsgerechte Arbeitsplätze und nicht zwei Jahre zusätzlich Abschläge für wohlerworbene Pensionen."

Blecha weiter: "2012 hat der Staat knapp 330 Millionen Euro für Pensionen weniger ausgegeben als veranschlagt. Es ist daher billig, wenn wir für 2014 einen Zuschlag für Kleinpensionisten als Maßnahme der Armutsbekämpfung verlangen."

Positiv äußerte sich Blecha bezüglich der SPÖ-geführten Regierungsarbeit. Reformstau der Regierung könne er nicht orten. Der PVÖ-Präsident führte hier an: "Reform der Langzeitversichertenregelung, einheitliches, leistungsbezogenes Pensionskonto ab 2014, Totalreform der Invaliditätspensionen, Gesundheitsstraße, Rechtsanspruch auf berufliche Rehabilitation, Fit2Work, De-facto-Ende der Hacklerregelung aus der Schüssel-Zeit, Erhöhung der Wartezeit bei der Korridorpension, Alterspension für Männer ab 2014 frühestens mit 62 Jahren und Pensionsantritt mit 60 nur mehr für Schwerarbeiter. All diese wichtigen Maßnahmen, die gemeinsam mit den Seniorenvertretern erarbeitet wurden, zeigen bereits Erfolg!"

Todt: Ältere Generation stärker einbeziehen

Reinhard Todt, Generalsekretär des PVÖ und seit 1. Juli Präsident des Bundesrats, ergänzte beim Pressegespräch: "Jüngste Beispiele zeigen, wie wichtig der Einsatz im Parlament ist: Gravierende Verbesserungen bei der Pflege (z.B. Pflegeteilzeit) wurden beschlossen, die rückwirkende Besteuerung deutscher Rentenbezüge wird in parlamentarischen Petitionen diskutiert, und immer mehr Punkte des europaweit einzigartigen Bundesplans für Seniorinnen und Senioren werden schrittweise umgesetzt.

Der Pensionistenverband holt natürlich gerade in Wahlzeiten wichtiges Feedback von seinen Mitgliedern ein, die in seine Forderungen einfließen. Genau diese wertvolle Rückmeldung der älteren Generation werde ich natürlich auch im Bundesrat einbringen, damit die Interessen der Senioren noch stärker im Parlament wahrgenommen werden."
Unter anderem dafür setzt sich der Pensionistenverband weiters ein:
Konsequente Heranführung des faktischen Pensionsantrittsalters an das gesetzliche Pensionsantrittsalter; Beseitigung der staatlich geförderten privaten Verlustvorsorge durch eine Reform; rigorose Teuerungsbekämpfung; leistbares Wohnen; gesicherte Gesundheitsvorsorge durch zügige Umsetzung der Gesundheitsreform. Die digitale Pressemappe und Fotos finden Sie unter http://www.pvoe.at/ (Schluss) dm

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