Haubner: Lehrlingsfonds - Vorstoß ist getarnte Erhöhung der Lohnnebenkosten

Lehrlingsförderung gibt es bereits - SPÖ Idee weder neu noch originell - keine zusätzlichen Belastungen für heimische Betriebe

Wien, 19. Juli 2013 (OTS/Text) - "Die Duale Ausbildung ist ein österreichisches Erfolgsmodell, um das wir international beneidet werden und das EU-weit als Vorbild herangezogen wird. Sie ist der Schlüssel gegen Jugendarbeitslosigkeit und die Antwort auf den drohenden Fachkräftemangel. In der Diskussion um den Lehrlingsfonds wird nicht beachtet, dass es die geforderte Umlage bereits über den Insolvenzentgeltfonds gibt. Hier zahlen alle Arbeitgeberbetriebe einen Teil der Bruttolohnsumme ein, die Ausbildungsbetriebe werden daraus gezielt gefördert. Die heute aufgekommene SPÖ-Idee ist daher weder neuartig noch originell, sondern entspricht einer getarnten Erhöhung der ohnehin schon viel zu hohen Lohnnebenkosten. Stattdessen müssten wir speziell in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Unternehmen entlasten, um ihnen zu ermöglichen das zu tun, was sie am besten können: Arbeitsplätze schaffen und unseren Wohlstand sichern. Alleine die Klein- und Mittelbetriebe geben fast zwei Millionen Menschen Arbeit und bilden zudem 80 Prozent der Lehrlinge aus. Eine zusätzliche Belastung, wie sie im Rahmen des SPÖ-Fonds erfolgen würde, würde somit das Rückgrat unserer Gesellschaft treffen", stellt der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes, Abg. z. NR Peter Haubner anlässlich des SPÖ- Vorschlags zum Lehrlingsfonds klar.***

"Zudem hat die Tatsache, dass nicht jeder Betrieb Lehrlinge ausbildet, vor allem damit zu tun, dass die Betriebe keine geeigneten Bewerber für offene Lehrstellen finden, was sich aufgrund der demografischen Entwicklung noch weiter verstärken wird. Statt ständig neue Wege und Mittel zu suchen, wie man den Betrieben und den Menschen tiefer in die Tasche greifen kann, sollten sich Faymann, Darabos und Co. Maßnahmen überlegen, wie man die vorhandenen Mittel effizienter einsetzen kann", so Haubner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Wirtschaftsbund, Bundesleitung/Presse
Mag. Pia Mokros
Pressesprecherin
Tel.: +43 (0)1 5054796-13,Mobil: +43 (0)664 88424207
p.mokros@wirtschaftsbund.at
http://www.wirtschaftsbund.at www.facebook.com/WirtschaftsbundOesterreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NWB0001