WKÖ-Hochhauser: Österreichweiter Fonds zur Lehrstellenförderung ist bereits Realität

Arbeitgeber leisten schon Beitrag zu Lehrlingsförderung - klares Nein der Wirtschaft zu weiterer Verteuerung der ohnehin hohen Lohnnebenkosten

Wien (OTS/PWK541) - "Die nun wieder aufkeimende Forderung nach Einrichtung eines Ausbildungsfonds geht völlig ins Leere. Einen solchen Fonds gibt es de facto schon seit Jahren. Trotz Wahlkampfzeiten sollten wir bei den Fakten bleiben", hält Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), fest.

Von den 0,55%, die jeder einzelne Arbeitgeber in den Insolvenzentgeltfonds einzahlt, gehen 0,2% an die Lehrstellenförderung - und damit ganz gezielt an ausbildende Betriebe. "Damit leistet die Wirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Lehrlingsförderung", betont die WKÖ-Generalsekretärin.

Es sei keine Frage, dass die duale Ausbildung - mittlerweile zur Recht für ganz Europa ein Vorzeigemodell im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit - weiter gestärkt und ausgebaut werden müsse, wie dies ein aktuelles Sozialpartner-Papier auch vorsieht. "Mit einseitigen und sachlich nicht gerechtfertigten Einwürfen kommen wir hier aber nicht weiter. Die Wirtschaft steht für nachhaltige Konzepte, die die Fachkräfteausbildung in Österreich sichern und damit den Wirtschaftsstandort Österreich stärken", so Hochhauser.

Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Zahl der Lehrstellenbewerber immer kleiner, die Konkurrenz um ausbildungsfähige Jugendliche mit den weiterführenden Schulen immer größer. Deshalb muss der Schwerpunkt einer Reform auf die vorschulische Erziehung und die Pflichtschule gelegt werden, damit kein junger Mensch auf der Strecke bleibt. Die Berufsorientierung ist beispielsweise zu verstärken, zudem sollen Pflichtschulabsolventen gewisse Mindeststandards erreichen müssen.

"Jeglicher weiteren Verteuerung der im internationalen Vergleich ohnehin sehr hohen Lohnnebenkosten erteilt die Wirtschaft hingegen eine klare und dezidierte Absage. Das Gegenteil ist notwendig", so die WKÖ-Generalsekretärin abschließend. (PM)

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