Cap: Jugendgerichtshof muss wieder eingerichtet werden

SPÖ-Klubobmann unterstützt Kanzler-Vorstoß - Kritik an Abschaffung durch Schwarz-Blau

Wien (OTS/SK) - "Die SPÖ wird sich in der kommenden Legislaturperiode massiv für die Wiedereinführung eines Jugendgerichtshofes in Wien einsetzen", unterstützt SPÖ-Klubobmann Josef Cap den Vorschlag von Bundeskanzler Werner Faymann. Gegen den Rat aller Experten hatte man den Jugendgerichtshof im Jahr 2003 unter dem damaligen Justizminister Böhmdorfer und der damaligen ÖVP-Justizsprecherin Maria Fekter zerschlagen, obwohl er europaweit Vorzeigecharakter hatte und geringste Rückfallquoten aufwies. "Diese damalige politische Fehlentscheidung müssen jetzt Jugendliche büßen, die anstatt eine zweite Chance zu erhalten, schwersten Misshandlungen und unerträglichen Zuständen ausgesetzt sind", sagte Cap am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ***

Justizministerin Karl habe jetzt auf die erschütternden Missbrauchsfälle an jugendlichen Haftinsassen reagiert und durchaus sinnvolle Maßnahmen, wie etwa betreute Wohneinrichtungen für jugendliche Straftäter, vorgeschlagen. "Aber der Jugendgerichtshof wurde ausgeklammert. Das ist ein Fehler", so Cap. Auch Bundeskanzler Werner Faymann hat sich heute in mehreren Interviews für die Wiedereinrichtung des Jugendgerichtshofes ausgesprochen. "Das ist ein Gebot der Stunde, denn die Menschenwürde, besonders auch von Jugendlichen in Haft, muss gewährleistet sein." (Schluss) ah/bj

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