Feinstaub: Erschreckende Bilanz des ersten Halbjahres 2013

Wien (OTS) - An neun österreichischen Luftgütemesspunkten wurden die Grenzwerte für Feinstaub zur Jahresmitte überschritten. Autoverkehr sowie private Holzheizungen sind dafür hauptverantwortlich. Der Fachverband für Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen (FGW) fordert im EU Jahr der Luft die Einführung von Umweltzonen für die betroffenen Regionen.

"Österreich hat ein ernsthaftes Feinstaub-Problem", sagt Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen. Im ersten Halbjahr 2013 wurden die Feinstaub-Grenzwerte für PM10 an neun der insgesamt rund 120 Luftgütemessstellen überschritten. "Es ist gerade heuer, im Jahr der Luft, notwendig, dass wirksame Maßnahmen ergriffen werden, um die Luftqualität für die Menschen in Österreich zu verbessern", sagt Mock. Er denkt dabei an das "Einführen von Umweltzonen und das Schaffen von Alternativen im Verkehrs- und Heizungsbereich".

  • So sollen in den betroffenen Regionen nur noch Fahrzeuge mit alternativem Antrieb zugelassen werden, wie etwa Elektro- oder Erdgas-Fahrzeuge.
  • Private Heizungen, die mit Holz oder Holzabfällen betrieben werden, sollten aus diesen Gebieten ganz verschwinden. Fernwärme, Erdgas-Solar-Heizungen oder Erdgasthemen sind saubere Alternativen.

Die Feinstaub-Sünder

Der österreichische Richtwert des Immissionsschutzgesetzes Luft (IG-L) schreibt vor, dass der Wert von durchschnittlich 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter an maximal 25 Tagen pro Jahr überschritten werden darf. Bei Verstößen droht Autofahrern etwa eine Strafe ab 50,-Euro und Kommunen von bis zu 36.340,- Euro.
Spitzenreiter beim Emittieren von Feinstaub bis Ende Juni ist die B14 in Klosterneuburg. An diesem Messpunkt in der niederösterreichischen Klimaschutzgemeinde wurden die Grenzwerte bis dato an 30 Tagen überschritten.

Gleich dahinter kommen die Messstellen Don Bosco (Graz/Stmk) und Belgradplatz (Wien) mit 29 Verfehlungen. Je 28mal über den Grenzwerten waren die Luftmesspunkte Mannswörth (Schwechat/NÖ), Römerberg (Linz/OÖ), Petersgasse (Graz/Stmk) und Lastenstraße (Leibnitz/Stmk). 27 Überschreitungen wurden am Europaplatz in St. Pölten und 26 in Wien Gaudenzdorf gemessen.

Bereits in der Nähe der kritischen Marke von 25 Tagen sind 16 weitere Messpunkte im Raum Graz, Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Feldkirch und Brixlegg wo die Feinstaubbelastung von mehr als 50 Mikrogramm pro Kubikmeter an 20 bis 25 Tagen erreicht wurde.

Mehr als 100 Mikrogramm

An insgesamt sieben Tagen wurden die IG-L-Grenzwerte von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter um mehr als das Doppelte überschritten. Spitzenreiter ist Wien Gaudenzdorf mit durchschnittlich 139 Mikrogramm pro Kubikmeter, gefolgt von Mannswörth bei Schwechat (NÖ) und mehreren Messstellen im Raum Graz.

Laut Mock könnte Österreich in Punkto Fahren mit Erdgas das Vorbild der EU werden: "Erdgas ist der mit Abstand sparsamste, sicherste und auch sauberste Treibstoff am Markt. Erdgas hat so gut wie keinen Feinstaub-Ausstoß. Hinzu kommt, dass Erdgasautos auch die Emissionswerte anderer Abgase wie Kohlenmonoxid oder Stickstoffoxid drastisch senken."

Jahr der Luft - Zeit umzudenken

Um stärker auf die Erhaltung und Verbesserung der Luftqualität zu achten, hat die EU 2013 zum Jahr der Luft erklärt. Aus diesem Anlass ruft der Fachverband für Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen dazu auf, stärker auf alternative Energieträger wie Erdgas oder Fernwärme zurückzugreifen. Österreich sollte veranlassen, dass Fahrzeuge im öffentlichen Dienst mit alternativen Antriebsarten, wie zum Beispiel Erdgas, ausgestattet werden müssen. Auch Taxis könnte man in dieses Konzept mit aufnehmen. Es ist Zeit, dass Österreich die Initiative ergreift.

Auch andere Konzepte wie Autofreie-Zonen oder Zonen, in denen nur Erdgas und Elektroautos erlaubt sind, wären denkbar.

Mehr dazu:
http://www.initiative-gas.at
http://www.youtube.com/watch?v=H5rTkiwc1F0

Über Gas:

Gas nimmt in der umweltbewussten Energieversorgung eine Schlüsselrolle ein: Die Energie der Zukunft lässt sich effizient und komfortabel fürs Heizen, die Warmwasserbereitung, Kälte- und Stromerzeugung und als Kraftstoff für Automobile einsetzen. Gas ist auch eine erneuerbare Energiequelle, die ohne Feinstaub und Partikel verbrennt und damit ein emissionsarmer Energieträger. Gas eignet sich hervorragend als Ersatz für Energieträger wie Holz, Holzabfälle, Erdöl oder Kohle, die höhere Umweltbelastungen verursachen.

Rückfragen & Kontakt:

Foggensteiner Public Relations GmbH
Alexander Foggensteiner
Tel.: 01-712 12 00
Mobil: 0664-14 47 947
E-Mail: info@foggensteiner.at
Web: www.foggensteiner.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FGG0001