Bundeskanzler Faymann fordert österreichweiten Lehrlingsfonds

Vorarlberger Modell des "Ausbildungsprämienfonds" als Vorbild

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Vorsitzender, Bundeskanzler Werner Faymann will in der nächsten Legislaturperiode einen österreichweiten Ausbildungsfonds für Lehrlinge etablieren. Wie er in Interviews betonte, soll sich ein solcher Fonds am Vorarlberger Modell orientieren. Dort gibt es seit 1978 für die Elektro- und Metallindustrie ein spezielles Modell der Lehrlingsförderung, über das sich Faymann am Donnerstag bei einem Betriebsbesuch in Vorarlberg informiert hat. "Das ist Vorbild für ganz Österreich, ich werde das in die Regierungsverhandlungen einbringen", sagte der Kanzler. ****

Der Bundeskanzler verwies auf die EU-weite Vorbildwirkung Österreichs in Sachen Jugendbeschäftigung, u.a. durch die Ausbildungsgarantie und die duale Ausbildung. "Es geht um die beste Ausbildung für die Jungen, und darum, dass Österreichs Fachkräfte top qualifiziert sind und Österreich so in Sachen Wettbewerbsfähigkeit durch Know-how die Nase vorn hat", so Faymann.

Der Ausbildungsprämienfonds der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie ist eine freiwillige Branchenlösung, die es seit 35 Jahren im Bundesland gibt: Alle Mitgliedsbetriebe zahlen 0,24 Prozent der Bruttolohnsumme in einen Fonds, der von der Wirtschaftskammer verwaltet wird. Betriebe erhalten für Lehrlinge, die Leistungswettbewerbe positiv abschließen, eine Prämie. Das heißt:
Alle Betriebe zahlen ein, Geld-Rückflüsse gibt es an jene, die Lehrlinge ausbilden und deren Lehrlinge gute Leistungen zeigen. Von der Qualität der Ausbildung profitiert dann die ganze Branche.

Umgelegt auf ganz Österreich stünden bei diesem Modell 227 Mio. Euro für die Lehrlingsförderung zur Verfügung. Zum Vergleich: Die Gesamtmittel für Jugendbeschäftigung betragen derzeit 640 Mio. Euro. (Schluss) ah/mo/up

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