UEAPME präsentiert erfolgreiches Arbeitsprogramm für KMU in Brüssel

Vizepräsidentin Rabmer-Koller: Wichtige Meilensteine für mehr Beteiligung von Handwerk und KMU in Europa gesetzt

Wien (OTS/PWK537) - Im Rahmen der Präsentation des bisher erfolgreich absolvierten Arbeitsprogrammes unter der neuen UEAPME-Präsidentin Gunilla Almgren - seit Jänner 2012 im Amt - betonte die Vizepräsidentin der UEAPME, Ulrike Rabmer-Koller, dass "wichtige Meilensteine für mehr Beteiligung von Handwerk und KMU in Europa" gesetzt und wichtige Erfolge federführend erzielt wurden. So bekommt das EU-Forschungsfinanzierungsinstrument Horizon 2020 ein eigenes KMU Instrument, um Innovation zu fördern. In der kommenden Periode der Strukturfonds (2014-2020) erhalten kleine und mittlere Unternehmen eine Priorität, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, und die Unterstützung von Finanzinstrumenten durch die Strukturfonds wird vereinfacht. Weitere Punkte: Arbeitszeitregeln sollen mehr Flexibilität für KMU bringen und KMU bekommen Unterstützung bei der Durchführung des Energieaudits! "Alles in allem sind in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits wesentliche Maßnahmen gesetzt worden, um den kleinen und mittleren Unternehmen in dieser schwierigen konjunkturellen Situation Hilfestellungen zu bieten. Unser Ziel ist, Betriebe nicht zu gefährden und Arbeitsplätze zu sichern", so Rabmer-Koller, die zudem betont, dass damit wesentliche Forderungen der WKÖ auf europäischer Ebene durchgesetzt wurden.

Gleichzeitig gelte es aber auch aufzuzeigen, dass die europäischen Klein- und Mittelbetriebe mit einer Reihe von Belastungen konfrontiert sind, die, so die UEAPME-Vizepräsidentin, zuletzt "abgefedert" werden konnten. Dazu zählt die Basel III Umsetzung, die zu keiner Verteuerung von KMU Krediten führen wird. "Erreicht wurde eine Reduktion der Risikogewichtung für Kredite bis zu 1,5 Millionen Euro in der neuen Eigenmittelrichtlinie für Banken. Damit wurde ein höherer Kapitalbedarf für Banken zu Besicherung dieser Kredite vermieden. Der Kapitalbedarf bleibt bei 6% und wird nicht auf 7,9% erhöht, wie ursprünglich vorgesehen", betont Rabmer-Koller. Bei der Rücknahmeverpflichtung für Elektrogeräte seien nun kleine Einzelhändler ausgenommen,
die Quantifizierung des "Umwelt-Fußabdruckes" bleibe nun freiwillig. Erreicht werden konnte zudem, dass KMU bis auf weiteres nicht für längeren Mutterschutz bezahlen müssen (Verlängerung des Mutterschutz von derzeit 14 auf 20 Wochen in Diskussion), und es für KMU nicht zu einer signifikant Ausweitung des Arbeitnehmerschutzes bei Schwerarbeit und Bildschirmarbeit kommt.

"Die UEAPME präsentiert sich als erfolgreicher Agendasetzer für KMU-Politik in Europa. Wir benötigen eine starke Stimme für unsere Tausenden kleinen und mittleren Unternehmen, die stark in den Regionen verankert sind und damit europaweit das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden. Gerade jetzt ist dies wichtiger denn je, denn Europa wird in den kommenden Monaten noch viel zu tun haben, um die Auswirkungen der Krise insbesondere was den Arbeitsmarkt und die Jugendarbeitslosigkeit betrifft, in den Griff zu bekommen. Aus österreichischer Sicht zeigen hier unsere KMU, was im Rahmen der Lehrlingsausbildung möglich ist. Dieses Vorzeigemodell müssen wir noch stärker in Europa verankern, die richtigen Ansätze sind aber bereits absehbar", so Rabmer-Koller abschließend. (us)

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