PVÖ-Glatz: Ungebrochenes Muster - Inflation belastet Senioren

Pensionistenpreise stets über allgemeinem VPI, Österreich-Aufschlag verschlimmert Lage

Wien (OTS) - "Die Inflation betrug laut heute veröffentlichten Daten im Juni 2,2 Prozent, sie ist damit ganz leicht gesunken. Aber: Die Preise für Pensionisten sind schon wieder stärker gestiegen, nämlich um 2,4 Prozent. Senioren leiden also nach wie vor besonders stark unter Inflation!", so Dr. Harald Glatz, Konsumentenschutzexperte des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ).

Nicht nur hier sieht Glatz die Warnsignale: "Auch an den Preissteigerungen für den täglichen Einkauf, hauptsächlich Nahrungsmittel, zeigt sich die starke Belastung der KonsumentInnen. Die Teuerung macht hier 3,6 Prozent aus, bei Lebensmittel allein satte 5,1 Prozent! Erhebungen der Arbeiterkammer haben sogar noch höhere Preissteigerungen ergeben, ganze 8,2 Prozent!"

Östereich-Aufschlag: bleibt.

Die Teuerung war im Juni wieder einmal in Deutschland geringer als in Österreich, nämlich nur 1,8 Prozent. Dieses Muster ist nach wie vor ungebrochen.
Auch die Bank Austria hat in einer jüngsten Untersuchung festgestellt, dass es zwischen Österreich und Deutschland erhebliche Unterschiede bei den Teuerungsraten gibt. Die Verbraucherpreise haben in Österreich seit dem Jahr 2009 um 10,7 Prozent zugelegt, in Deutschland waren es "nur" 7,5 Prozent.
Der Chefökonom der Bank Austria Stefan Bruckbauer sieht vor allem in den Mieten eine der Ursachen. Seit Anfang 2009 sind die Mieten in Österreich um rund 20 Prozent gestiegen, in Deutschland um nur fünf Prozent. Zu wenige Neubauten und ein offenbar unzureichendes Mietrecht dürften die Ursachen sein. Laut Bruckbauers Aussagen im Kurier (12.5.2013) gibt es anders als in Deutschland in Österreich einen spürbaren Anteil an befristeten Mietverträgen, wodurch sich für Vermieter hierzulande öfter Spielraum für Erhöhungen ergibt.

Konsumentenschutzexperte Glatz wiederholt daher die dringenden Forderungen des Pensionistenverbandes: "Es braucht nun endlich strenge Maßnahmen gegen den Österreich-Aufschlag, die Bundeswettbewerbsbehörde muss Preissünder ausforschen und wirklich schmerzhaft abstrafen, um Wiederholungstäter zu verhindern. Außerdem fordern wir für die Menschen in Österreich mehr Preis-Transparenz und verbesserte Konsumentenrechte, etwa Schadenersatzansprüche. Besonders auf die Mieten müssen wir jetzt ein Auge werfen und die rücksichtslose Ausbeutung der MieterInnen verhindern."

Aktuelle Daten und Zahlen zur Teuerung finden Sie unter www.pvoe.at

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Pensionistenverband Österreichs, Daniel Auer, Tel.01/313 72-31, presse@pvoe.at

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