Schwentner: Heinisch-Hosek wäre eine gute Familienministerin

Grüne hätten sich eine bessere frauenpolitische Erfolgsbilanz gewünscht

Wien (OTS) - "Die frauenpolitische Bilanz der Regierung fällt mager aus. Denn die besten Zielsetzungen bleiben wirkungslos, wenn Vorhaben halbherzig oder gar nicht umgesetzt werden. Nur bei der Familienpolitik konnte Heinisch-Hosek mit der Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie kleine positive Akzente setzen. So sah sich die Frauenministerin immer mehr als die bessere Familienministerin der Regierung", sagt Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen. An der tristen Realität der Ungleichheit zwischen Frauen und Männern am Arbeitsmarkt hätte sich jedenfalls nichts geändert.

Die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern ist immer noch so groß wie vor fünf Jahren. Auch die Zahl der Frauen in Führungspositionen ist in den letzten Jahren sogar zurückgegangen. Nur beim Ausbau der Kinderbetreuung gäbe es kleine Verbesserungen:
"Die etwas verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familien konnte die sich stetig verschlechternde Situation für Frauen am Arbeitsmarkt bestenfalls abschwächen. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse mit einem Einkommen unter der Armutsgrenze nehmen zu. Vor allem Frauen über 50 Jahren sind immer öfter von Arbeitslosigkeit betroffen", sagt Schwentner.
"Über die Förderung von Führungskräften in Teilzeit und einen gesetzlichen Mindestlohn hat die Regierung in den fünf Jahren nicht einmal diskutiert. Bei der Einführung von Frauenförderplänen ist die Frauenministerin gescheitert. Auch ein Nationaler Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen fehlt. Das alles sind Punkte, die den Grünen ein massives Anliegen sind", sagt Schwentner.

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