Heinisch-Hosek: "In den letzten fünf Jahren wurde viel für die Frauen in Österreich umgesetzt"

Einkommenstransparenz, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gewaltschutz als wichtigste Bereiche

Wien (OTS/SK) - In einer Pressekonferenz heute, Montag, zog Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek Bilanz über fünf Jahre Frauenpolitik. Als wichtigste Bereiche ihrer Arbeit nannte sie Einkommenstransparenz und Arbeitsmarkpolitik, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Gewaltschutz. Auch die Gleichstellung von homosexuellen Menschen und Paaren sei ihr ein besonders wichtiges Anliegen gewesen. "Viel habe ich in den letzten Jahren durchbringen können, bei einigen Bereichen wurden erste Schritte gesetzt, viel bleibt noch zu tun", resümierte die Ministerin. ****

Heinisch-Hosek illustrierte die Erfolge in Sachen Frauenpolitik anhand eines fiktiven Beispiels wie die Maßnahmen im Alltag Frauen zu Gute kommen. Durch den Ausbau der Frauenberufszentren können sich noch mehr Frauen in Österreich über ihre Stärken und Potentiale beraten lassen. In Sachen Einkommenstransparenz waren insbesondere der Onlinegehaltsrechner sowie die verpflichtende Gehaltsangaben in Stellenanzeigen wichtige Schritte. Bei Frauenquoten sei der Bund Vorbild. "Es zeigt sich, dass wir in diesem Bereich über 30 Prozent Frauen in Aufsichtsräten haben. Das würde ich mir auch für die Privatwirtschaft wünschen. Freiwilligkeit funktioniert hier nicht", sagte die Ministerin.

Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie strich sie die Pflegefreistellung auch für Patchworkeltern sowie den Ausbau von Kindergartenplätzen und die Verbesserung der Öffnungszeiten heraus. Auch das verpflichtende und kostenlose letzte Kindergartenjahr sei ein großer Erfolg. "Das einkommensabhängige Kindergeld setzt zudem Reize auch für Väter in Karenz zu gehen. Perspektivisch kann ich mir vorstellen hier ein Modell zu entwickeln, dass den Vätern noch mehr Zeit mit den Kindern zu Hause gibt. Im öffentlichen Dienst haben wir gute Erfahrungen mit dem Papamonat gemacht. Seit der Einführung sind schon 570 Papas in Karenz gegangen", führt Heinisch-Hosek aus.

Bei der Gewaltprävention und dem Gewaltschutz wurden viele Ressourcen in die Hand genommen, um hier weitere Maßnahmen zu setzen. "Mit dem neuen Gewaltschutzgesetz und dem Betretungsverbot für Schulen und Kindergärten wurden hier sehr wichtige Schritte gesetzt. Wir haben auch die Mittel für die Täterarbeit verdreifacht", unterstrich die Frauenministerin. Auch sei erst letzte Woche ein neues Projekt gestartet worden, das Frauen und Mädchen, die von Zwangsheirat bedroht oder betroffen sind einen sicheren Raum in Form einer Notwohnung zur Verfügung stelle.

"Wir haben ein sehr breites Spektrum an Frauenpolitik in den letzten fünf Jahren behandelt: Frauen, die von Gewalt betroffen sind; Frauen mit Migrationshintergrund; Frauen, die in Teilzeitarbeit beschäftigt sind - für alle haben wir Maßnahmen gesetzt. Das ging nur mit Unterstützung vieler Ministerien wie Infrastruktur, Wissenschaft, Wirtschaft und Familie, Gesundheit und Soziales. Dafür möchte ich mich bedanken", resümierte Heinisch-Hosek. Gleichzeitig betonte sie, dass es noch viel zu tun gebe und viele Regelungen in einem nächsten Schritt auch noch nachgebessert werden könnten. (Schluss) sn/mis

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