Neues Volksblatt: "Wie Welt retten" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 15. Juli 2013

Linz (OTS) - "Ich wär' so gerne Millionär, dann wär' mein Konto niemals leer", trällerten einst "Die Prinzen", eine deutsche Popgruppe. Grundsätzlich träumen wohl viele Menschen davon, dass ihr Konto niemals leer wird; ist man dann Millionär auch noch, ist das eine feine Kombination. Freilich: Im Österreich von heute muss man sich das mit dem Millionärs-Dasein schon wieder überlegen, denn wer will schon ein Minderleister sein? Jedenfalls sind aus Sicht der SPÖ und des ÖGB und der AK und der Grünen Millionäre Minderleister in Sachen Steuern, ansonsten würden sie ja nicht bei jeder Gelegenheit verlangen, dass die Reichen zur Kasse gebeten werden. Außer Streit steht, dass jeder nach seiner finanziellen Beschaffenheit an den Staat abzuliefern hat, was die Steuergesetzgebung vorschreibt. Die gilt bekanntlich auch für Millionäre, weshalb anzunehmen ist, dass sie ihren Obulus leisten. Dass wir uns trotzdem budgetär in einer finanziellen Schieflage befinden zeigt, dass die österreichischen Millionäre steuermäßig das Land offenbar nicht retten. Womit man vielleicht doch intensiver darüber nachdenken sollte, ob man dem Problem nicht von der Ausgabenseite her zu Leibe rücken sollte. Aber, wie hat doch Xavier Naidoo gesungen: "Dieser Weg wird kein leichter sein. Dieser Weg wird steinig und schwer..." - doch wer will das schon? Da halten wir lieber die Mär von der Millionärssteuer hoch, mit der die Linke die Welt rettet.

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