AK: Schieflage im Steuersystem gerade rücken

Arbeit entlasten, höherer Beitrag großer Vermögen zum Gemeinwohl

Wien (OTS) - Die ArbeitnehmerInnen in Österreich tragen den größten Teil zum Gemeinwohl bei. Hier braucht es eine Umverteilung der Lasten, weg von der Lohnsteuer, fordert die AK. Der internationale Vergleich zeigt: Österreich hat mit 36,6 Prozent den zweithöchsten Eingangssteuersatz aller OECD-Länder. Der OECD-Schnitt liegt bei 15,5 Prozent. Eine Entlastung der niedrigen und mittleren Einkommen würde außerdem die Kaufkraft stärken und so die Inlandsnachfrage ankurbeln. Gleichzeitig hat Österreich mit nur 1,3 Prozent die drittniedrigsten Einnahmen aus vermögensbezogenen Steuern aller OECD-Länder. Der OECD-Schnitt liegt bei 5,5 Prozent. Diese Einnahmen müssen deutlich angehoben werden. Eine Entlastung des Faktors Arbeit kombiniert mit vermögensbezogenen Steuern sollte daher oberste Priorität haben.

Die Masse der Bevölkerung wäre von Vermögenssteuern frei, würde aber von einer Senkung der Lohnsteuer profitieren. Denn die Mittelschicht hat kaum einen Anteil am Vermögen. Die obersten fünf Prozent (180.000 Haushalte mit Vermögen von mehr als einer Million Euro) besitzen fast die Hälfte aller Vermögen. Eine Vermögenssteuer ab einer Million Euro bringt daher viel, auch wenn nur die kleine Gruppe der wirklich Vermögenden betroffen ist.

Untersuchungen des IWF und der OECD stellen fest: Unter allen steuerlichen Konsolidierungsmaßnahmen geht von Vermögenssteuern die geringste Belastung aus. Werden die Einnahmen zur Entlastung des Faktors Arbeit und für aktive Beschäftigungspolitik verwendet, wird die Wirtschaft angekurbelt und werden wichtige Arbeitsplätze geschaffen.

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