"profil": Lukrative Bebauungspläne für Mölker Bastei

Stadterweiterungsfonds verscherbelte angeblich unbrauchbares Grundstück in Toplage um 15.000 Euro, tatsächlich wäre Nutzung als Gaststätte möglich

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, gab es zum Zeitpunkt des Verkaufs des Grünstreifens bei der Mölker Bastei 2008 Ideen zur Nutzung des Areals. "profil" liegen Pläne vor, wie man die steilen Wiesen in der Wiener Innenstadt unterkellern und als Gaststätte nutzen könnte. Gerüchteweise war auch von einem Nachtklub oder einem Beethoven-Historyland für Touristen die Rede.

Ein vom Stadterweiterungsfonds in Auftrag gegebenes Gutachten hatte 2006 einen Wert von 670.000 Euro für die Liegenschaft errechnet. Obwohl die Stadt Wien bereits seit Jahren Interesse an der Mölker Bastei gezeigt hatte, wurde sie nicht informiert, bevor man zum Okkasionspreis von 15.000 an den Unternehmer Bernhard Chwatal verkaufte. Die Erklärung des früheren Geschäftsführers des Stadterweiterungsfons, Alexander Janda, gegenüber profil: "Wir konnten keinen anderen Käufer finden. Die Bebauung wäre nur für die Stadt Wien interessant gewesen, da sie die Flächen umwidmen hätte können. Die Stadt aber wollte die Liegenschaft immer geschenkt. 15.000 Euro waren besser als null."

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