BZÖ-Widmann präsentiert 7-Punkte-Programm zum Universitätsstandort Österreich

BZÖ fordert Schaffung eines "Zukunftsministeriums für Schule, Wissenschaft und Forschung"

Wien (OTS) - BZÖ-Wissenschaftssprecher Abg. Rainer Widmann präsentierte heute im Rahmen einer Pressekonferenz ein umfassendes 7-Punkte-Programm "um den Universitätsstandort Österreich zukunftsfit zu machen", wie Widmann betonte. "Die Bildungs- und Wissenschaftspolitik ist einer der größten Baustellen in diesem Land. Mit einer Akademikerquote von nur 19 Prozent liegt Österreich deutlich hinter dem OECD-Schnitt mit immerhin 32 Prozent. Und wir haben einen Budgetpfad, der mit den aktuellen Zahlen im Bundesfinanzrahmen zweifellos nicht eingehalten werden kann. Hier braucht es zukunftsorientierte Modelle um die Finanzierung und die Qualität im tertiären Bildungsbereich sicherzustellen. Die wechselseitige Regierungs- und Bildungsblockade muss beendet werden. Es wäre wichtiger, das Bildungs- und Forschungsbudget anzuheben", so Widmann.

Das 7-Punkte-Programm sieht eine Notfallsfinanzierung sowie eine Kostenbeteiligung durch Studenten vor. Konkret plädiert das BZÖ in diesem Zusammenhang für die Einführung eines leistungsorientierten Studiengebühren-Modells mit einer bundeseinheitlichen Grundgebühr in Höhe von 500 Euro pro Semester. "Dieser Beitrag ist zumutbar und soll jedem leistungs- und lernorientierten Studenten einen qualitativ hochwertigen Studienplatz sichern. Nach unserem Studiengebührenmodell zahlen die Studenten allerdings erst dann, wenn sie ihre Uni-Zeit massiv verbummeln. Wenn etwa ein Student in der Mindeststudiendauer plus zwei Semester sein Studium beendet, dann bekommt er die Studiengebühr zurück. Braucht er aber über die doppelte Mindeststudiendauer muss dieser Student bis zu 2.000 Euro zahlen", erläuterte Widmann.

Als weiteren Punkt nannte der BZÖ-Wissenschaftssprecher die Umsetzung eines Uni-Bonus-Modells. "Wir wollen eine Einschreibgebühr von 5.000 Euro, wobei heimische Maturanten und Absolventen mit Studienberechtigungsprüfungen diese Gebühr in Form eines Uni-Bonus in selber Höhe zurückbekommen". Auf Grundlage der Studentenzahlen des Wintersemesters 2009/2010 würde diese Kostenbeteiligung circa 500 Millionen Euro Mehreinnahmen für die Universitäten bedeuten. Ergänzend zur Kostenbeteiligung der Studierenden forderte Widmann eine um 500 Mio. Euro höhere Grundfinanzierung vom Staat. "Damit erreichen wir eine echte "Uni-Milliarde", bekräftigte Widmann.

Parallel zur Wiedereinführung der Studiengebühren müsse ein sozial verträgliches Beihilfenmodell geschaffen werden, das nach Vorstellungen des BZÖ um ein an das britische System angelehntes Studienkreditmodell ergänzt werden solle. Weitere Forderungen des 7-Punkte-Programms des BZÖ: Einführung von qualitätssichernden Aufnahmeverfahren und anrechenbaren Studieneingangsphasen; Schaffung eines "Zukunftsministeriums" für Schule, Wissenschaft und Forschung"; Erweiterung der Autonomie und Selbstverantwortung der Universitäten, sowie die die Einführung einer Studienplatzfinanzierung für Universitäten auf Basis einer "echten Bedarfserhebung, die zwischen den betroffenen Partnern Bildungsministerium, Universitäten, Arbeitsmarktservice und Wirtschaft ausverhandelt werden soll", so Widmann.

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