BZÖ-Haubner: "Bereit für NR-Sondersitzung zu Lehrerdienstrecht"

"Bei Neugestaltung des Bildungssystems benötigt man bei den Lehrern von den Guten nur die Besten"

Wien (OTS) - "Das BZÖ ist bereit, gemeinsam mit der SPÖ im Sommer eine Sondersitzung des Nationalrates einzuberufen, damit ein neues Lehrerdienst- und Gehaltsrecht endlich umgesetzt wird", sagte BZÖ-Bildungssprecherin Abg. Ursula Haubner in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit BZÖ-Wissenschaftssprecher Abg. Mag. Rainer Widmann. "Wir wollen kein Flickwerk im Bildungssystem, sondern ein zukunftsfittes. Das Geld soll nicht in Verwaltung und in parteipolitische Gremien fließen", so Haubner weiter.

"Bei einer Neugestaltung des Bildungssystems benötigt man bei den Lehrern "von den Guten nur die Besten". Auch muss es ein neues flexibles Lehrerdienstrecht geben, das leistungsorientiert und ein durchlässiges System ist. So sollen auch Personen aus der Wirtschaft in der Schule unterrichten können", forderte Haubner.

Gerade beim Lehrerdienstrecht werde seitens der Gewerkschaft nur blockiert und die Diskussion gehe lediglich in die eine Richtung "wie viel Stunden mehr soll ein Lehrer unterrichten" - ein solcher Ansatz sei aber falsch. "Lehrer sein ist nämlich mehr als nur Unterrichtstunden. Es geht darum, welche Aufgaben hat grundsätzlich ein Lehrer. Es muss daher eine Rahmenarbeitszeit geben, wie in der Privatwirtschaft, an der sich dann alles orientieren kann. Wer mehr leistet, wer mehr Stunden unterrichtet, der bekommt auch mehr Gehalt. Nachhilfeunterricht muss in der Lehrzeit gegeben werden", erklärte Haubner und weiter: "Im Gegenzug müssen die Lehrer aber von der Verwaltungsarbeit entlastet werden".

Zur Schulverwaltungsreform meinte Haubner, dass "dieser große Brocken endlich angegangen werden sollte". "Gerade in diesem Bereich ist sehr viel Geld geparkt, das wir in den Klassenzimmern dringend benötigen würden. Ein Negativbeispiel einer Schulverwaltungsreform ist auch die kürzlich beschlossene Abschaffung der Bezirksschulräte. Hier wurde ein großer Bluff veranstaltet, denn es wurde wohl eine Verwaltungsebene eingespart, aber sonst blieb alles beim Alten", so Haubner und weiter: "Das BZÖ ist für die ersatzlose Streichung der Bezirksschulräte und auch der Bezirksschulinspektoren - die brauchen wir nicht".

Auch die Stärkung der Schulen und der Kindergärten sei enorm wichtig. "In diesen Einrichtungen soll es einen bundeseinheitlichen Qualitätsrahmenplan mit einem Globalbudget geben, an dem sich dann alle zu halten haben", forderte Haubner.

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