GÖD-Justizwachegewerkschaft: Es ist genug mit der Hetze gegen die Justizwache!

Justizwache leistet unbedankte Schwerstarbeit für die Republik.

Wien (OTS) - Erstaunt zeigt sich der Vorsitzende der Justizwachegewerkschaft in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Albin Simma, über eine Studie des Ludwig Boltzmann Institutes zum Jugendstrafvollzug in Österreich.

"Hier werden mittels einseitiger Befragungen Behauptungen von Schwerverbrechern für bare Münze genommen und ein ganzer Berufsstand pauschal verurteilt. Diese Vorgangsweise ist unseriös und ist auf das Schärfste zurückzuweisen", so Simma.

In dieser "Studie" wird beispielsweise von so genannten "Achterkommandos" berichtet. Tatsächlich handelt es sich dabei um besonders ausgebildete Justizwachebeamte, die durch persönlichen Einsatz jeden Tag ihr Leben und ihre körperliche Unversehrtheit aufs Spiel setzen, um Gewalttaten zwischen Insassen sowie gewalttätige Übergriffe gegen die Justizwache und Justizpersonal zu verhindern! Insbesondere sind diese "Achterkommandos" besondere Einsatzgruppen der Justizwache, die auf Deeskalation und möglichst gewaltfreien Umgang mit Häftlingen besonders geschult sind. Deren Anzahl variiert situationsbedingt, von "Achtergruppen" kann keine Rede sein.

Und, so Simma weiter "Es wäre ein leichtes gewesen, durch Einbindung der Justizwachegewerkschaft dies aufzuklären und einen objektiven Blick auf die Situation in den Justizanstalten zu bekommen. Dazu gehört selbstverständlich auch die Feststellung der Belastung und die Zufriedenheit unter den Bediensteten! Oder sind alle Organisationen von Volksanwaltschaft, Menschenrechtsorganisationen und anderen Instituten ausschließlich am Wohlbefinden von Rechtsbrechern interessiert?"
Seit Jahren fordert die Justizwachegewerkschaft mehr Personal, ständig kommen neue Aufgaben hinzu, ohne dass zusätzliches Personal bereitgestellt wird.

Viele Kolleginnen und Kollegen müssen durchgehend 25 bis 26 Tage im Monat ihren Dienst antreten. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen werden durch diese Belastungen krank, sind ausgebrannt und deren Familien leiden darunter. Ein Ausländeranteil bei den Untersuchungshäftlingen von über 60% und mehr ist der Regelfall, viele können oder wollen sich nur in einer der über 30 verschiedenen Sprachen verständigen. Immer mehr Gefangene sind psychisch gestört und extrem gewaltbereit, zudem sollen auch noch "Wohlfühloasen" für die Insassen eingerichtet werden - ohne zu klären wie dies mit diesem Personalstand bewältigt werden kann.

"Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Justizwache für Ihren unermüdlichen Einsatz im Dienste der Republik.Dadurch ist der österreichische Strafvollzug trotz Personalnot einer der modernsten Europas. Die Justizwache hat es verdient, mit Respekt behandelt zu werden und dass ihre Tätigkeit gewürdigt wird. Die haltlosen und mit nichts zu rechtfertigenden Anschuldigungen und Behauptungen durch das Boltzmann Institut, dass die Justizwache mit "Drohungen und Watschen" arbeitet, werden auf das schärfste zurückgewiesen. Wir werden gegen diese Anschuldigungen rechtlich mit allen Mitteln vorgehen", so Simma abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Albin Simma
Vorsitzender der GÖD- Justizwachegewerkschaft
Wickenburggasse 17/9
Telefon: 0676 8989 17002 oder
albin.simma@justiz.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NOB0001