RfW-Landesobmann Dr. Erich Schoklitsch: Neu eingeführter Pendlereuro bringt krasse Benachteiligungen

Wahlzuckerl Pendlereuro wird von den Pendlern selbst finanziert

Graz (OTS) - Vollmundig und rechtzeitig vor der Wahl hat die Bundesregierung mit dem Pendlereuro ein Wahlzuckerl verteilt, das zu Beginn zwar gut schmecken mag, im Kern dann aber sehr bitter wird. Denn für viele PendlerInnen birgt die Neuregelung krasse Benachteiligungen, die auch erklären, warum die Regierung nicht sagen wollte, wo die für den Pendlereuro benötigten 110 Millionen Euro herkommen sollen.
Was haben die Arbeitnehmervertreter der großen Parteien doch gejubelt: Der Pendlereuro biete den vielen PendlerInnen in Österreich eine deutliche Entlastung, federe die Kostensteigerung ab und sei überhaupt der große Wurf. Schon damals war klar, dass es sich dabei nur um stumpfe Wahlpropaganda handeln konnte. Derartige Warnungen hat damals niemand hören wollen - jetzt, wo der letzte Teil der Neuregelung in Kraft getreten ist, kommt das bittere Erwachen. Und die einst so lauten und regierungsfreundlichen Arbeitnehmervertreter sind abgetaucht - vermutlich in den "wohlverdienten" Urlaub.
Gerade rechtzeitig, denn nun merken viele PenlderInnen, dass sie es sind, die den Pendlereuro selbst finanzieren, obwohl sie selbst nichts mehr bekommen. Betroffen sind all jene, die für die Fahrt vom Wohn- zum Arbeitsort und zurück ihren Dienstwagen benützen. Ihnen steht rückwirkend ab 1. Mai keine Pendlerpauschale mehr zu - und damit auch kein Pendlereuro.
Ihren Sachbezug müssen sie dennoch bei der Steuer abliefern. "Auf diese Weise werden sie doppelt bestraft. Das ist eine krasse Benachteiligung einer Gruppe von PendlerInnen", ärgert sich Dr. Erich Schoklitsch, Landesobmann des steirischen RfW. Für die Betroffenen geht das gehörig ins Geld. So muss ein Pendler, der mit dem Dienstwagen täglich 60 Kilometer zur Arbeit fährt und am Abend wieder zurück, nun rund 900 Euro pro Jahr mehr Lohnsteuer zahlen als bisher. Zugleich bekommt er aber keinen Cent Pendlerpauschale oder den Pendlereuro!
"Damit wird auch deutlich, warum ÖAAB-Chefin Johanna Mikl-Leitner bei der Präsentation des Pendlereuro auch auf mehrmaliges, drängendes Nachfragen nicht sagen konnte, wie die notwendigen 110 Millionen Euro aufgebracht werden sollen", so Schoklitsch. Hätte sie das zugegeben, wäre der Aufschrei groß gewesen. Einen Großteil davon zahlt offenbar eine Gruppe der PendlerInnen selbst, indem sie eben nichts mehr bekommen, dem Finanzamt zugleich aber noch mehr Lohnsteuer zahlen muss.

Rückfragen & Kontakt:

Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender
Landesgruppe Steiermark
Landesobmann Dr. Erich Schoklitsch
Tel.: +43 664 611 32 15

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | RFS0001