AK und ARBÖ: Verbrauchertest im Fahrsicherheits-Zentrum Straßwalchen

Fazit: Herstellerangaben und tatsächlicher Kraftstoffverbrauch stimmen selten überein - Wer selbst übt, kann Sprit einsparen - EU-Fahrzyklus völlig veraltet

Salzburg (OTS) - Ein typischer Autokauf von heute: Der künftige Besitzer oder die Besitzerin sieht sich das Auto im Schauraum an, macht eine Probefahrt, die maximal eine halbe Stunde bis Stunde in Anspruch nimmt. Prospekte werden mit nach Hause genommen und über die Herstellerangaben gestaunt. Das Auto ist gekauft, denn schließlich verbraucht der neue Bolide um fünf Liter weniger im Schnitt, als das ausgediente Auto. "Tatsächlich stehen die Herstellerangaben aber nur selten mit dem tatsächlichen Kraftstoffverbrauch im Einklang - die Ernüchterung nach dem ersten Monat Fahrspaß ist oft groß. Für Verbraucher sind diese Angaben absolut irreführend", kritisiert Walter Perschl, Vizepräsident der Arbeiterkammer (AK) Salzburg. Um einige Fahrzeuge "LIVE" zu testen und auch das eigene Fahrverhalten zu optimieren luden die AK und der ARBÖ heute Freitag ins ARBÖ-Fahrsicherheits-Zentrum Straßwalchen.

"In Zeiten horrender Spritpreise bleibt einem nur die Möglichkeit selbst aktiv zu werden. Das heutige Training hat gezeigt, dass durch eine entsprechende Fahrweise und etwas Übung nicht nur der Treibstoffverbrauch sichtlich gesenkt werden kann, man minimiert gleichzeitig auch das Unfallrisiko merklich", so ARBÖ-Pressechef Thomas Woitsch. Der ARBÖ bietet in allen Fahrsicherheits-Zentren entsprechende Sprit-Spar-Trainings an, wo die Teilnehmer eine ökonomische Fahrweise schnell und effektiv erlernen können.

Abweichende Angaben durch EU-Fahrzyklus=

Doch wer trägt Schuld an den geschönten Prospektangaben? "Tatsächlich ist der EU-Fahrzyklus, der zur Ermittlung des Durchschnittsverbrauchs herangezogen wird ein Relikt aus alten Tagen. Von abgeklebte Karosserieteilen und Rollwiderstandstests mit erhöhtem Reifendruck in schwindelnden Höhen, bis hin zu einer angepassten Radgeometrie -alles ist erlaubt und schönt natürlich die Ergebnisse. Dass keine Nachladung der Fahrzeugbatterie während des Tests stattfindet und das Auto minimal mögliches Gewicht aufweist sind ebenfalls Tatsachen, die völlig realitätsfremd sind", so der ARBÖ-Pressechef.

Die AK-Salzburg fordert daher realistischere Prüfungskriterien für den Treibstoffverbrauch. "Die Kluft zwischen Normwert und Praxisverbrauch klaffen teilweise extrem auseinander Um eine Überarbeitung dieser Tests wird die EU daher wohl nicht kommen, damit Konsumentinnen und Konsumenten künftig auf den ersten Blick der Realität ins Auge sehen können", so der Salzburger AK-Vizepräsident abschließend.

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