Umweltdachverband appelliert: Österreichs Kofinanzierungsmittel für die Ländliche Entwicklung jetzt sichern!

- UWD an BK Faymann und Vizekanzler Spindelegger: Mündliche Zusage von 50 % nationaler Kofinanzierung muss gesetzlich fixiert werden

Wien (OTS) - Vorreiterrolle Österreichs in Sachen Agrarumwelt weiter ausbauen: konkrete Umweltauflagen im neuen Programm erforderlich

Angesichts des aktuellen Rechnungshofberichts zum österreichischen Agrarumweltprogramm appelliert Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes, die Kritik des RH jetzt positiv zu nutzen und das Agrarumweltprogramm künftig noch weiter zu verbessern. "Österreich ist aktuell Vorreiter, was die Teilnahme am Agrarumweltprogramm betriff und punktet mit flächendeckender, nachhaltiger landwirtschaftlicher Bewirtschaftung, die der gesamten Bevölkerung zu Gute kommt. Wenn auch wesentliche Punkte im Agrarumweltprogramm jedenfalls verbessert werden müssen, steht doch fest, dass durch das Programm die großflächige Industrialisierung der österreichischen Landwirtschaft bis dato hintangehalten werden konnte. Wollen wir diese Stärken ausbauen, braucht es auch weiterhin ein ausreichend dotiertes Agrarumweltprogramm. Wir appellieren daher an BK Faymann und Vizekanzler Spindelegger, die bereits mündlich zugesagte 50 %-ige Kofinanzierung jetzt auch gesetzlich im nationalen Budget zu fixieren", so Heilingbrunner.

Ausreichende Dotierung des Agrarumweltprogramms ist unabdingbar

"Um die Leistungen der heimischen Landwirtschaft zu sichern, muss ein Euro EU-Finanzierung auch in der nächsten Förderperiode 2014-2020 einem Euro österreichischer Kofinanzierung gegenüber stehen. Entscheidet sich Österreich für eine Aufteilung 25 % nationale Mittel und 75 % EU-Mittel, würde sich das katastrophal auf die Ländliche Entwicklung auswirken. Denn dann würden um insgesamt 1,8 Milliarden Euro weniger Mittel für ÖPUL, Biobauern und Bauern in benachteiligten Gebieten bis 2020 zur Verfügung stehen. Eine solche Kürzung würde zu einer Verarmung des ländlichen Raumes führen, das Bauernsterben beschleunigen und insbesondere die Bergbauern und die umweltgerecht wirtschaftenden Betriebe treffen", erklärt Heilingbrunner.

Neues Agrarumweltprogramm: Umweltqualität weiter verbessern

Die vom Rechnungshof bemängelte Unklarheit der Zielsetzungen im Agrarumweltprogramm muss jetzt aufgegriffen, Ziele müssen in Zukunft genauer definiert werden und Ergebnisse besser nachweisbar sein. Dies fordert auch die Europäische Kommission für das kommende Programm. Wie sich in den vergangenen Monaten im Rahmen des Programmierungsprozesses gezeigt hat, ist Österreich hier bereits auf einem guten Weg, diesen Forderungen nachzukommen. "Um die Umweltqualität des Programms zu verbessern, sind u. a. die für den Biodiversitätsschutz dringend benötigten ökologischen Ausgleichsflächen von 7 % notwendig. Die bereits bestehende Auflage zur Umsetzung von Blühflächen im Agrarumweltprogramm muss auch im Interesse des aktiven Bienenschutzes weitergeführt und als verpflichtende Einstiegsmaßnahme angeboten werden", so Heilingbrunner abschließend.

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