Regner: Umschwung für mehr Jugendbeschäftigung erzielen

SPÖ-Europaabgeordnete erfreut über positiven Bericht im EU-Parlament über mögliche Auswege aus der hohen Jugendarbeitslosigkeit

Wien (OTS/SK) - Bei der heutigen Abstimmung im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten zum Bericht zur "Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit: mögliche Auswege" ist es gelungen, auch die Sozialpartner in der Strategie für mehr Jobs einzubeziehen. Die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner, Chefverhandlerin der sozialdemokratischen Fraktion zu Jugendbeschäftigung, macht am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst deutlich: "Wir konnten in den Verhandlungen großteils gute Kompromisse erzielen. Allen Beteiligten ist klar, dass mehr Geld für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa erforderlich ist." Konkret geht es um ein gefordertes Investitionspaket in Höhe von zwei Prozent des BIP der Europäischen Union für mehr Wachstum und Beschäftigung. ****

Der Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten hat auch klar Kritik an jenen Sparmaßnahmen in Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit geäußert, die direkt eine Verschlechterung der Bedingungen von Jugendlichen bei Bildung und Arbeit haben. "Wir wollen ein Umdenken erreichen. Der EU-Parlamentsbericht ist ein starkes Zeichen gegen die horrend hohe Arbeitslosigkeit. Zum wiederholten Mal wird auch klar ausgesprochen, dass die rigide Sparpolitik den Jugendlichen schadet. Das müssen die Europäische Kommission und die betroffenen Regierungen endlich zur Kenntnis nehmen", sagt Regner. Sie will ebenso wie die Ausschussmehrheit eine stärkere Berücksichtigung der Jugendbeschäftigung im Europäischen Semester für die Koordinierung der Wirtschaftspolitik.

Die SPÖ-Europaabgeordnete macht auch darauf aufmerksam, dass der Initiativbericht des EU-Parlaments klare Qualitätsstandards für Praktika und bei der Lehre fordert. "Hohe Standards und eine faire Vergütung sind notwendig, damit keine weitere Ausbeutung von jungen Menschen mehr stattfindet. Es ist nicht akzeptabel, dass Unternehmen junge und gut ausgebildete Menschen gratis oder mit wenigen hundert Euro monatelang mit Praktika abspeisen, anstatt ihnen anständige Arbeit zu bieten", sagt Regner. Die Abstimmung im Plenum des Europäischen Parlaments ist für September vorgesehen. (Schluss) bj/mp

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