Becker fordert endlich gesetzliche Rahmenbedingungen für Praktika

EU-Parlament beschließt Initiative zur Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit

Brüssel, 09. Juli 2013 (ÖVP-PD) "Es muss gesetzliche Rahmenbedingungen für Praktika geben. Es kann nicht sein, dass rund ein Viertel der Jugendlichen in der EU arbeitslos sind und Praktikanten dann als Billig- oder sogar Gratisarbeitskräfte ausgenützt werden", so Heinz K. Becker, Jugend- und Beschäftigungssprecher der ÖVP im EU-Parlament. Der Europaabgeordnete macht Druck, Gratispraktika zu beenden:
"Natürlich wollen wir, dass mehr Betriebe Praktikanten und Trainee-Stellen anbieten. Der Respekt vor den jungen Menschen verlangt
aber, dass je nach Tätigkeit eine faire Bezahlung zur Selbstverständlichkeit werden muss - vom Taschengeld als Anerkennung bis hin zur Leistungsbezahlung". ****

Der Beschäftigungsausschuss hat heute über eine Strategie zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in der EU abgestimmt. "Neben der Förderung von Qualitätspraktika wollen wir eine höhere Mobilität durch die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen und Berufsqualifikationen erreichen. Außerdem sollten Jugendliche schon sehr früh auf ihre Berufswahl vorbereitet und während der Arbeitssuche unterstützt werden", so Becker.

"Wir müssen ohne Zeitverlust neue Impulse für qualitativ hochwertige Lehrstellen, Berufsausbildung und arbeitsplatzorientiertes Lernen setzen. Die nach österreichischem Modell von der EU-Kommission initiierte Jugend-Beschäftigungsgarantie, die unter-25-Jährigen einen Ausbildungsplatz garantiert, wird nur funktionieren, wenn
effiziente Arbeitsmarktstellen Angebot und Nachfrage professionell koordinieren", so Becker. EU-Staaten, deren Strukturen dies nicht leisten können, sollten ihre Systeme jetzt dringend reformieren, betont der Beschäftigungssprecher.

Becker begrüßt die Initiative der EU-Kommission zur Schaffung einer "Europäischen Ausbildungsallianz", die aus Kommission, Ministerien der Mitgliedstaaten, Arbeitsmarktverwaltungen und Sozialpartnern gebildet werden soll. "Diese Allianz soll zu Koordinierung und Austausch über bewährte Modelle dienen. Das Duale Ausbildungssystem nach österreichischem Vorbild hat sich gerade in den Krisenjahren voll bestätigt. "Wenn andere Mitgliedsländer von uns 'abschauen', dann profitieren alle in Europa davon", so Becker.

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