Schwentner: Erfreut über Start von Notwohnung

Grüne fordern eigenständiges Aufenthaltsrecht für Bedrohte von Zwangsheirat

Wien (OTS) - "Erfreut und erleichtert, dass endlich der Schutz von Zwangsheirat betroffener junger Frauen gewährleistet sein soll", zeigt sich Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, anlässlich des Starts der vom Verein Orient Express betreuten Notwohnungen für Betroffene und Bedrohte von Zwangsheirat. Nach einem jahrelangen, mehr als kleinlichen Tauziehen zwischen dem Frauenministerium und dem Innenministerium über die Budgetmittel, kommt es jetzt doch endlich zur Umsetzung der im Regierungsprogramm vereinbarten österreichweiten Zufluchtsstelle. "Um Frauen auch rechtlich vor Zwangsheirat besser zu schützen, braucht es jedoch auch ein eigenständiges Aufenthaltsrecht für betroffene Frauen und Mädchen. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner sollten bei Schutz der Frauen vor traditionsbedingter Gewalt nicht auf halbem Weg stehen bleiben und auch ein eigenständiges Aufenthaltsrecht für die betroffenen Frauen umsetzen", fordert Schwentner.

Ebenfalls wichtig sei eine entsprechende Förderung von Beratungsstellen. Nur so können traditionsbedingte, familiäre Konflikte bearbeitet werden, bevor es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt. "Die Sensibilisierung und Schulung bestimmter Berufsgruppen, wie PolizistInnen, PädagogInnen und SozialarbeiterInnen kann entscheidend dazu beitragen, die Erkennung von Gefährdungssituation zu verbessern. Durch den gezielten Ausbau von Präventions-, Informations- und Elternarbeit wäre es möglich, den Betroffenen rascher Hilfe anzubieten. Innerfamiliäre Konflikte sollten so schnell wie möglich entschärft, um Gewalt zu verhindern", meint Judith Schwentner.

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