RfW-BO Amann zu "WorldSkills": "Demontage" der betrieblichen Lehre beenden - sonst wird es bald vorbei sein mit den Erfolgen!

Amann fordert den Blum Bonus neu, die Förderung der betrieblichen Lehre müsse Vorrang haben gegenüber der "Scheinwelt" ÜLA. Das Image der Lehre müsse verbessert werden.

Wien (OTS) - "Meine herzlichste Gratulation den jungen Fachkräften und den ausbildenden Unternehmen zum "Medaillenregen" bei den "WorldSkills". Das zeigt einmal mehr die herausragende Qualität der dualen Ausbildung", so Amann. "Wenn die nächste Regierung allerdings den von SPÖVP eingeläuteten "Demontagekurs" gegenüber betrieblichen Lehre weiterführt, wird es bald vorbei sein mit den Erfolgen", warnt Amann. Er fordert eine Abkehr von der der verfehlten SPÖVP-Lehrlingspolitik.

"Es braucht ein klares Konzept zur besseren Ausbildungsfähigkeit der Pflichtschulabsolventen. Das Image der Lehre muss gestärkt werden. Und drittens braucht es die Einführung eines Blum Bonus neu und die Umschichtung der Mittel von den ÜLAs zu den Betrieben - dorthin, wo tatsächlich praxisnahe Ausbildung stattfindet", so Amann. Das "Lehrlingspaket" der Regierung mit Maßnahmen wie der Zurücknahme des Blum Bonus und der Abschaffung des Qualitätssicherungsmodells habe schon genug Schaden angerichtet. "Allein durch die Abschaffung der Qualitätskontrolle zur Mitte der Lehrzeit hat man die Lehre zur Ausbildung "zweiter Klasse" abgestempelt", so Amann. Während SPÖVP in die "Schweinwelt" der staatlich gelenkten überbetrieblichen Ausbildungsstätten (ÜLA) fleißig Steuergeld pumpen würden, seien die Mittel für die betriebliche Lehre gekürzt worden. Im Übrigen sei es ein Unding, dass die Unternehmen über den Pleitefonds die Hälfte der Lehrlingsförderung selbst zahlen müssten. "Die Lehrlingsausbildung, die die Betriebe leisten, ist auch volkswirtschaftlich eine unverzichtbare Leistung und entsprechend aus dem Budget zu fördern", so Amann. Während die betriebliche Ausbildung gerade einmal 5.600 Euro pro Jahr und Lehrling koste, schlage ein ÜLA-Platz für den Steuerzahler mit rund 17.000 Euro pro Jahr zu Buche.

"Tatsache ist: Wir hatten noch nie so wenige Lehrlinge in den Betrieben und noch nie so viele "Pseudolehrlinge" in überbetrieblichen praxisfremden "Scheinausbildungsstätten"", kritisiert Amann. Der Wirtschaftsbund habe diesen Entwicklungen nicht nur zugesehen, WB-Mitglieder im Nationalrat hätten der "Aushungerei" der betrieblichen Lehre - federführend dabei: WB-Mitglied Wirtschaftsminister Mitterlehner - auch zugestimmt. "Damit entlarven sich die Respektsbekundungen des Wirtschaftsbundes gegenüber Lehre und dualem Ausbildungssystem als das, was sie sind: leere "Politphrasen" ", so Amann.

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