"Sommer-Akademie für Senioren-Führungskräfte" mit eindeutigem Befund: Europäische Werte als Zukunftshoffnung für die ganze Welt!

Zum Abschluss der dreitätigen Konferenz: Präsentation der Länder-Berichte und Zusammenfassung von ESU-Vizepräsidentin Flemming

Wien (OTS) - Zum Abschluss der seit Sonntag in der Politischen Akademie der ÖVP in Wien abgehaltenen, dreitägigen "Sommer-Akademie für Senioren-Führungskräfte" wurden eingangs die Berichte der Mitgliedsorganisationen der Europäischen Seniorenunion (ESU) umfassend erörtert. Das Ziel dabei ist für An Hermans, Vizepräsidentin der ESU (Belgien) klar:

"Aus 24 EU-Mitgliedsstaaten haben wir insgesamt 33 Mitgliedsorganisationen in unserer Europäischen Seniorenunion. Konferenzen wie diese hier in Wien sind eine wichtige Gelegenheit, um voneinander zu lernen. Wie organisieren sich die Seniorenvertretungen in den einzelnen Ländern? Wie schaffen sie es, die Anliegen ihrer Mitglieder - die in jedem europäischen Land einen großen Teil der Bevölkerung aber jedenfalls den Großteil der tatsächlich Wählenden stellen - in die tägliche Politik auf allen Ebenen, von den Gemeinden bis zur Europaebene, einzubringen? Welche Projekte des Vorjahres waren besonders erfolgreich und können daher als Vorbild für andere Länder gelten?"

Flemming: Europäische Werte als Zukunftshoffnung für die ganze Welt!

Nach drei Tagen der intensiven Beratung und Diskussion fand BM a.D. MEP a.D. Dr. Marilies Flemming, Vizepräsidentin der ESU und Europabeauftragte des Österreichischen Seniorenbundes, in ihren Schlussworten zum eindeutigen Befund:

"Unsere Europäischen Werte können Zukunftshoffnung für die ganze Welt sein! Die Europäische Union ist heute trotz aller Krisen das weltweit erfolgreichste politische Projekt zur Friedenssicherung und Wohlstandsmehrung. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Machtbalance in der Welt in atemberaubendem Tempo verschoben. Umso mehr müssen wir begreifen, dass die "Mindestgröße" für Handlungsfähigkeit deshalb ein starkes, solidarisches und gemeinsam handelndes Europa ist. Wir brauche in diesem Sinne "mehr" Europa und nicht weniger! Das bedeutet aber nicht die Aufnahme neuer Staaten, sondern das klare Bekenntnis zu einer gemeinsamen Finanz- und Währungspolitik und einer gemeinsamen Außenpolitik. Europa muss mit einer Stimme sprechen!"

Und Flemming weiter: "Aus den bitteren Erfahrungen zweier Kriegsgenerationen haben sich die Völker Europas entschlossen, auf den Grundlagen gemeinsamer Werte eine friedliche Zukunft zu gestalten. Noch nie in der Geschichte der Menschheit haben 500 Millionen Menschen eine derartige Zusammenarbeit vereinbart. Und wir sollten uns auch bewusst sein, dass alle europäischen Werte, deren sich unsere Kultur rühmt, dem Christentum entsprungen sind. Durch die Aufklärung wurden sie säkular - so zur Basis moderner demokratischer Staaten. Zu diesen Grundwerten gehören die Würde des Menschen, das Recht auf Leben, Freiheit, Gleichheit und soziale Gerechtigkeit."

ESU-Vizepräsidentin Flemming führt dazu im Detail zu den einzelnen Punkten aus:

"Die Würde des Menschen ist unantastbar, unabhängig von Nationalität, Geschlecht, Alter oder Behinderung. Niemand darf der Folter unterworfen werden oder zur Todesstrafe verurteilt werden. Wir sind stolz darauf, dass es in der Europäischen Union keine Todesstrafe gibt.

Das Recht auf Freiheit umfasst Gedankenfreiheit, Gewissensfreiheit und Religionsfreiheit.

Alle Personen sind vor dem Gesetz gleich. Die gleichen Rechte von Mann und Frau dürfen in Europa nicht durch den Hinweis auf eine andere Kultur oder Tradition - oder gar durch den Verweis auf eine andere Religion verletzt werden."

Abschließend daraus abgeleitet die Forderungen der ESU:

Wir fordern daher:

  • Gesetze, die die Verletzung von Gleichheitsgeboten unmöglich machen,
  • Neugestaltung des Staatsbürgerschaftsunterrichts,
  • Konfrontation in den Schulen mit Wertvorstellungen anderer Kulturen und Ausarbeitung eines Argumentationskatalogs zur Verteidigung unserer europäischen Werte,
  • Schüleraustausch auf breiter Basis,
  • Diskussionen mit NGOs, vor allem mit Amnesty International,
  • Toleranz im Nebeneinander von Religionen und politischen Gruppierungen kann es immer nur im Rahmen der Menschenrechte und der Anerkennung der Verfassungen der einzelnen europäischen Länder geben. Es kann keine Toleranz gegenüber der Intoleranz geben.

Flemming abschließend: "Wir sind überzeugt davon, dass es zu den größten Herausforderungen der älteren Generation gehört, der nächsten Generation nicht nur unsere Werte im säkularen Modus zu vermitteln, sondern auch jenes glaubensstarke Christentum, aus dem diese Werte erwachsen sind."

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