KWB Biomasseheizung setzt in Spanien auf Öl und Kernenergie

Wien (OTS) - Der steirische Hersteller von Biomasseheizungen trotzt der Wirtschaftskrise in Spanien und verkauft seine Anlagen so erfolgreich wie noch nie auf der iberischen Halbinsel. Der Grund:
Olivenkerne, die als Pelletsersatz in speziell darauf ausgelegten KWB Heizungen verbrannt werden. Für den Ersatz von einem Liter Öl benötigt man nur 2kg Olivenkerne.

Kunden sind von der 70-80% Heizkosten-Ersparnis und dem Umstieg auf eine erneuerbare Energiequelle begeistert. Ein weiterer Vorteil liegt in der regionalen Wertschöpfung, die zu 100% in den spanischen Regionen bleibt.

"Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer speziell abgestimmten Technologie diesen wunderbaren Ersatzbrennstoff verwerten und einen kleinen Teil dazu beitragen können, dass es zu weniger Kaufkraftabfluss in Spanien kommt, Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden und der Umstieg von Öl und Gas vorangetrieben wird", zeigt sich Geschäftsführer Erwin Stubenschrott nach Gesprächen mit spanischen Betreibern, Olivenbauern und Politikern vor Ort begeistert.

Von den über 150 größeren Heizanlagen werden bereits 60 Stück mit Olivenkerne betrieben, die bei der Olivenölproduktion in gewaltigen Mengen anfallen. Spanien ist nämlich mit 2,2 Millionen Hektar Anbaufläche und 1,5 Millionen Tonnen Olivenölproduktion pro Jahr der weltgrößte Oliven-ölproduzent (Italien 550.000 t, Griechenland 350.000 t). Dabei fallen rund 2,5 Millionen Tonnen Olivenkerne an, mit denen man über 550.000 Haushalte beheizen könnte. Das Gebiet um Jaén gilt als das größte geschlossene Olivenanbaugebiet der Welt. Mit 60 Millionen Olivenbäumen und 600.000 Hektar Anbaufläche besteht mehr als die Hälfte der Provinz aus Olivenbaum-Plantagen.

Olivenkerne als Brennstoff

Erst seit wenigen Jahren beschäftigt man sich in Spanien mit der Verwertung von Olivenkerne als Energieträger. Olivenkerne können, je nach Sauberkeit und Eignung der Anlage, als Brennstoff verwendet werden. Dabei ist die Energiedichte ähnlich hoch wie bei Pellets, ohne dass sie komprimiert werden müssen. Der große Unterschied besteht jedoch darin, dass es für diesen Brennstoff bis heute keine offizielle Norm gibt und die Qualität des Angebots sehr stark schwankt. Um sauber zu verbrennen, müssen die Kerne vorher von den Pressrückständen (zum Beispiel Fruchtfleisch und Öl) befreit und getrocknet werden.

Die in diesen Anteilen enthaltenen korrosiven Stoffe wie Chlor oder Schwefel würden eine nicht speziell darauf ausgelegte Heizung in kurzer Zeit regelrecht auffressen. Nur größere industrielle Anlagen können damit betrieben werden. Mehrere findige Unternehmer haben das erkannt und verkaufen gereinigte Olivenkerne in hoher Qualität. Abnehmer sind Privat- und Firmenkunden im Leistungsbereich der KWB Heizanlagen. Die Kerne werden, teils wie Pellets, mit Tankwagen in größerem Umkreis angeliefert und in den Lagerraum eingeblasen.

Wachstumsmarkt Spanien

Der Markt für Biomasseheizungen in Spanien erinnert an die Situation im deutschsprachigen Raum vor wenigen Jahren: Pellets und Hackschnitzel sind noch wenigen Leuten ein Begriff, Installateure haben geringe Kenntnisse von den Besonderheiten dieser Brennstoffe, die Infrastruktur ist noch wenig entwickelt und es existieren erst seit kurzem ein Vertriebsnetz für genormte Brennstoffe wie Pellets. Trotz dieser recht schweren Rahmenbedingungen gelang es KWB in den letzten Jahren, den Umsatz zu erhöhen und mehr und mehr Installateure zu begeistern.

Referenzbeispiele:

Seminario Diocesano de Jaén (Kloster und Priesterausbildung)

Leiter des Priesterseminars ist Pater Manuel Alfonso, der früher sein 5.000 Quadratmeter Kloster früher mit Öl beheizen musste. Im Winter herrschen im sonst so heißen Andalusien Temperaturen unter null.

Seit 3 Jahren wird das Kloster mit zwei KWB-Powerfire zu je 300kW beheizt. Pro Jahr verbraucht die Heizanlage rund 170 Tonnen Olivenkerne. 1 Tonne Olivenkerne kosten im Durchschnitt 100 Euro. Die jährliche Heizkostenersparnis liegt bei rund 70.000 Euro pro Jahr. Die gesamte Heizanlage inklusive Austragung, Lagerraum, Kamin etc. kostete 200.000.- Euro. Das heißt, dass sich schon nach 3 Jahren die gesamte Investition amortisiert hat und man bei einer Laufzeit von 15 Jahren rund 850.000.- Euro Heizkosten einsparen konnte.

Das städtische Hallenbad von Puente Genil:

Das Hallenbad wird seit 2007 mit 3 KWB Multifire zu je 100 kW beheizt. Die Heizperiode beträgt 9 Monate und der Verbrauch an Olivenkerne beträgt 200 Tonnen. Früher wurden dazu 100.000 Liter Öl gebraucht.

Die jährliche Heizkostenersparnis liegt bei 80.000 Euro pro Jahr. Die gesamte Heizanlage kostete 230.000.- Euro. Das heißt, dass sich schon nach 3 Jahren die gesamte Investition amortisiert hat und man bei einer Laufzeit von 15 Jahren rund 980.000.- Euro Heizkosten einsparen konnte. (Foto auf Anfrage)

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Mag. Lothar Brandl E: lothar.brandl@kwb.at
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