Automobilimporteure: Trotz rückläufigem Pkw-Markt positive Aussichten für das Gesamtjahr 2013

Wien (OTS) - Die österreichische Automobilwirtschaft sieht trotz der im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Prozent zurückgegangenen Zahl an Pkw-Neuzulassungen positiv in die Zukunft. Die Zulassungszahl von Neuwagen im Inland ist nur eine von vielen Faktoren, die für die Bedeutung des Autolandes Österreich ausschlaggebend ist. Durch die Nachfrage auf den Wachstumsmärkten und den Export an Know-how, Komponenten und kompletten Fahrzeugen wird der Stellenwert der Automobilwirtschaft sowohl als Wirtschaftszweig als auch bei den für den Staatshaushalt erwirtschafteten Steuern weiterhin wachsen.

Dr. Felix Clary, Vorsitzender des Verbandes der Automobilimporteure: "Der Rückgang an Neuzulassungen entspricht einem natürlichen Zyklus, der nach zwei absoluten Rekordjahren absehbar war. Dennoch bewegen wir uns in Österreich im Vergleichszeitraum der letzten Jahre auf einem sehr hohen Niveau, der Rückgang in den ersten sechs Monaten ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Nachfrage im Vorjahreszeitraum sehr hoch war. Wir gehen davon aus, dass die Abstände im zweiten Halbjahr 2013 deutlich kleiner sein werden und rechnen weiterhin mit einem Gesamtmarkt von 315.000 bis 320.000 Neuzulassungen für das Jahr 2013, was in einem mehrjährigen Vergleich einen guten Wert darstellen würde. Durch die Zuwächse auf dem Gebrauchtwagenmarkt wächst der Automobilbestand in Österreich trotzdem weiter und hat derzeit einen historischen Höchststand erreicht. Der zuletzt strapazierte Begriff "Peak Automobil" im Sinne eines Abschwungs, weil der Höhepunkt überschritten wurde, ist also grundsätzlich falsch."

Trotz der hohen Motorisierungsrate verzeichnen auch die öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Österreich durchwegs Zuwächse bei den Fahrgästen. Dr. Clary dazu: "Die Zahlen sprechen für die Reife der Österreicher hinsichtlich der Auswahl ihres Verkehrsmittels. Der Stellenwert des Automobils ist unverändert hoch, aber der mündige Bürger entscheidet selbst, welches Verkehrsmittel er jeweils für die beste Art des Vorankommens auswählt".

Der automotive Sektor in Österreich umfasst etwa 700 Unternehmen mit 175.000 Beschäftigten. Ergänzt um den Sektor der vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche sind in Österreich 360.000 Personen rund um das Automobil beschäftigt, das sind 12 Prozent der in Österreich unselbständig Tätigen, oder anders gesagt: Jeder 8. Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom Automobil ab. Insgesamt wird in der Fahrzeugindustrie jährlich ein Produktionswert von etwa 11 Milliarden Euro erwirtschaftet, die Exportquote beträgt rund 90 Prozent. Dazu kommt der Umsatz von Kfz-Handel und Reparatur, der rund 17 Milliarden Euro im Jahr ausmacht.

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Geschäftsführer
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