Wirtschaft kritisiert Unschärfen im Verkaufsverbot für Pflanzenschutzmittel

WKÖ-Schwarzer: Praxisferne Regelungen nachteilig für Wirtschaft und Konsumenten

Wien (OTS/PWK519) - Das vor wenigen Tagen veröffentlichte Pflanzenschutzmittel-Verkaufsverbot geht an der Praxis vorbei und führt zu Unsicherheiten. "Dem politischen Druck geschuldet, ist die Verordnung ein Schnellschuss geworden, der aber letztlich negative Auswirkungen für Wirtschaft und Konsumenten bringt", kritisiert Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Zum einen erzeugt die Verordnung mit einem Minimum an Text ein Maximum an Rechtsunsicherheit, da auch nach bemühter Lektüre der neuen Vorschriften zweifelhaft ist, was genau verboten werden soll. Zum anderen bringt die Regelung für jeden Gartenbesitzer, der Schnecken- oder Blattlaus-Abwehr benötigt, potenzielle Erschwernisse.

Die Wirtschaft steht einem verantwortungsbewussten und umweltbewusstem Umgang mit Pflanzenschutzmittel positiv gegenüber und war auch zum vorliegenden Regelungsvorhaben gesprächsbereit. Es bestand auch Bereitschaft, für die notwendige Fachausbildung des Verkaufspersonals zu sorgen.

Im übereilt beschlossenen Regelwerk hat das Umweltministerium zu wenig auf Praxistauglichkeit geachtet. Entgegen jeder Usance wurde auf eine Begutachtung verzichtet. "Mit einer ordnungsgemäßen Begutachtung hätte man dem Handel und den Produzenten einige Probleme und Unsicherheiten erspart ", betont Schwarzer. "Nun bestehen schon wegen der fehlenden Begutachtung rechtliche Bedenken gegen die Verordnung". (PM)

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