Grüne Wien/Hebein zu Bettlern, die Autos putzen: Streetwork statt Polizeistrafen

Wien (OTS) - "Sie sind Armutsbetroffene, die für das wenige Geld, das sie mit dem Betteln verdienen, hart arbeiten. Diese Menschen sind einfallsreich in ihrem Überlebenskampf, das Putzen von Autos ist eben eine Möglichkeit, sich etwas Geld zu verdienen. Armsein ist kein strafwürdiges Delikt. Diese BettlerInnen mit 700 Euro zu bestrafen, um sie angeblich zu schützen, ist absurd", so die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Birgit Hebein zur aktuellen Debatte um Auto putzende BettlerInnen.

"Man muss diese Entwicklungen zum Anlass nehmen, um die Ursachen der Armut in den Herkunftsländern zu bekämpfen. Es gibt keine schnellen Lösungen. Es wäre kurzfristig besser, StreetworkerInnen und DolmetscherInnen für Hilfe und Unterstützung anzubieten, statt PolizistInnen für Vertreibungs- und Bestrafungsaktionen einzusetzen, die sich in dieser Rolle auch oft nicht wohl fühlen, wie sie in persönlichen Gesprächen einräumen", so Hebein.

"Die Armut steigt, immer mehr Menschen können von ihrer Arbeit nicht leben. Gleichzeitig bringt ein gemeinsames Europa nicht nur Reichtum für Wirtschaftsunternehmen im Osten, sondern auch Armut, die bei uns sichtbar wird. Diese Entwicklungen werden sich noch verschärfen, solange die Ursache der Armut in den Herkunftsländern nicht bekämpft wird. Vielen Wienerinnen und Wienern ist das bewusst und sie zeigen Mitgefühl, solange von den Armutsbetroffenen bestimmte Grenzen akzeptiert werden. Der Anblick von Armut ist zumutbar", so Hebein abschließend.

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