AKNÖ: Bezirk Tulln hat bei Kinderbetreuung die Nase vorn, Aufholbedarf in Krems und Lilienfeld

Wien (OTS) - Die qualitätsvolle Kinderbetreuung mit langen Öffnungs-und möglich kurzen Ferienschließzeiten lässt in den Bezirken des Zentralraums zu wünschen übrig, geht aus der jüngst veröffentlichten Broschüre "Meine Region" der AKNÖ hervor. Relativ am besten schneidet hier der Bezirk Tulln ab.

65 Prozent der Tullner Kinder unter 6 Jahren gehen in Betreuungseinrichtungen , die sich durch wenige Schließtage und längere Öffnungszeiten auszeichnen. AKNÖ-Experte Günter Kastner: "Das hilft den Eltern sehr, sich sowohl für Kinder als auch für eine ganztägige Berufsausübung zu entscheiden."
Dahinter folgt St. Pölten (Stadt), wo immerhin 34 Prozent der Unter-6-Jährigen eine Betreuungseinrichtung besuchen, die nicht oder kaum im Konflikt mit einer Vollzeitbeschäftigung der Eltern steht. Ganz anders stellt sich die Lage im Bezirk Lilienfeld dar: Hier können nur 6 Prozent der Kinder so versorgt werden, dass berufstätige Eltern mit der Zeitaufteilung zwischen Beruf und Kinderbetreuung nicht im Dauerstress stehen. Krems-Land schneidet in diesem Punkt sogar etwas besser (18,4 Prozent) ab als die Stadt Krems (14 Prozent).

Lilienfeld hat die meisten Neuen Mittelschulen, Tulln und Krems holen kräftig auf

Aber auch der Bezirk Lilienfeld hat in einem wichtigen Bereich die Nase vorne. AKNÖ-Experte Kastner: "Die Umstellung von Haupt- auf Neue Mittelschule ist hier am weitesten fortgeschritten. Bereits drei Viertel der Übertritte von der Volksschule erfolgen in eine NMS." Es folgen St. Pölten Stadt und St. Pölten Land mit 73 bzw. 62 Prozent. Krems Stadt und der Bezirk Tulln hinkten bisher nach und hatten bis vor zwei Jahren gar keine Neue Mittelschule. Die Umstellung erfolgte im abgelaufenen Jahr mit einem großen Schritt: Jedes zweite Kind wechselt bereits von der Volks- in eine Neue Mittelschule.

Tulln und St. Pölten können in Zukunft mit mehr Jugendlichen rechnen

Sehr unterschiedlich sind die Zukunftsaussichten im Zentralraum, wenn es um die Zahl der Jugendlichen geht. Günter Kastner: "Der Bezirk Tulln und die Stadt St. Pölten werden bis 2050 voraussichtlich 15 bzw. 12 Prozent mehr Einwohner unter 14 Jahren haben. Lilienfeld und Krems-Land müssen sich schon in den nächsten Jahren auf Rückgänge von bis zu 8 Prozent einstellen."
Die AKNÖ-Broschüre wartet noch mit einer bemerkenswerten Zahl auf:
Die Zahl der Hauptschüler hat sich in Krems Stadt in den vergangenen 7 Jahren fast halbiert, dafür stieg die Zahl der AHS-Anfänger im Gegensatz zu allen anderen Bezirken sogar leicht an.

Die Broschüre, 72 Seiten stark, kann kostenlos unter Tel. 05-7171-1212 bestellt werden.

Online-Ausgabe: noe.arbeiterkammer.at/service/zeitschriftenundstudien

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Günter Kastner, BA, Tel. 05-7171-1658.

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