Sommer-Akademie für Senioren-Führungskräfte: Direkte Verbindung zur Bevölkerung entscheidend für den Erfolg Europas

EU als Projekt der Friedenssicherung und die vier großen EU-Freiheiten für Senioren geschätzte EU-Leistungen - für Junge als Selbstverständlichkeiten

Wien (OTS) - Die heute fortgesetzte, drei Tage lang in Wien stattfindende "Sommer-Akademie für Senioren-Führungskräfte" begann mit der Eröffnung durch Dr. Werner Fasslabend, Präsident der Politischen Akademie der ÖVP und des Centre für European Studies -beide Organisationen Förderer und Unterstützer dieser Veranstaltung der Europäischen Seniorenunion (ESU) seit der ersten Stunde. Fasslabend ging dabei in seinen Einleitungsworten ganz besonders auf die Beziehungen und Verhandlungen zwischen Europa und den USA ein. Der Präsident der ESU, Dr. Bernhard Worms, dankte Fasslabend für die alljährliche Unterstützung.

Khol: Direkte Verbindung zur Bevölkerung entscheidend für den Erfolg Europas

Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, ging in seinem Statement, das anschließend ausführlich diskutiert wurde, auf die allgemeine Situation Europas, besonders auf die unterschiedlichen Sichtweisen der Generationen ein:

"Wir Senioren sehen die Europäische Union als ein Projekt der Friedenssicherung, sehen die vier großen EU-Freiheiten, vor allem Reise- und Niederlassungsfreiheit, als größte Errungenschaft und wissen, dass die Sicherung unserer Sozialen Systeme, unseres Wohlstandes ohne EU nicht möglich wäre. Wir hätten in unserer Jugend nicht für möglich gehalten, dass unsere Nachbarländer so zu sagen Inland sind. Heute Junge sehen das anders - für sie ist das alles selbstverständlich. Gleich, ob Alt oder Jung, für die Zukunft Europas wird nur eines helfen: Die direkte Verbindung zur Bevölkerung wird entscheiden!"

Khol zeigt dies auch an einem konkreten Beispiel auf:

"Unser Seniorenbund-Generalsekretär Heinz K. Becker ist das einzige Mitglied des Europa-Parlaments, das direkt von einer Seniorenorganisation nominiert ist und somit einziger direkter Senioren-Vertreter. Doch sein parlamentarischer Kalender ist so umfangreich, dass es die Aufbringung all unserer Kräfte brauchte, damit er in den vergangenen Wochen in allen Seniorenbund-Landesorganisationen einen umfassenden Europa-Stammtisch zur sachlichen Information der Seniorinnen und Senioren vor Ort organisieren konnte. Doch ohne eine solche Rückbindung zur Bevölkerung kann man nicht auf Verständnis für die komplexen Entscheidungen Europas rechnen!"

Lopatka: Mit "Darum Europa" direkt bei den Menschen. Tempo der europäischen Entwicklung muss für alle Bürgerinnen und Bürgern nachvollziehbar sein

Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka, schloss in seinem Referat nahtlos dort an, wo die Debatte zuvor geendet hatte:

"Ich war in den vergangenen Wochen mit der Veranstaltungsreihe 'Darum Europa' in 28 großen österreichischen Unternehmen - direkt bei den Arbeitnehmern, direkt bei der Bevölkerung. Weil wir darauf achten müssen, dass alle Bürgerinnen und Bürger die Fakten und Inhalte kennen. Das Tempo der europäischen Entwicklung muss zudem in den kommenden Jahren so gewählt werden, dass alle Bürgerinnen und Bürger diese nächsten Schritte selbst nachvollziehen können". Die Zahl der 28 Veranstaltungen ergäbe sich daraus, dass die EU seit dem 1. Juli 2013 ebenso viele Mitgliedsstaaten zähle.

Lopatka nannte zudem Fakten, die klar die Stärke und den Wert der Europäischen Union belegen:

"In Österreich werden sechs von zehn Euro durch Export verdient. Dabei gehen 70 Prozent dieses Exportes in EU-Mitgliedsstaaten. In Europa leben sieben Prozent der Weltbevölkerung, diese erwirtschaften 25 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung - dabei erfolgen aber 50 Prozent der weltweiten Sozial- und Transferleistungen in Europa. Ohne die Zusammenarbeit in Europa wäre all dies unmöglich! Aber um dieses Lebensmodell finanzieren zu können, muss Europa wettbewerbsfähig bleiben und wir müssen Unternehmen entsprechende Rahmenbedingungen geben, damit sie international mithalten können. Das ist wesentlich für unsere erfolgreiche Zukunft!"

In der anschließenden Debatte betonten sowohl der Staatssekretär als auch die teilnehmenden Seniorenvertreterinnen und -vertreter aus 18 europäischen Mitgliedsstaaten die Bedeutung der Werte - allen voran Personalität, Subsidiarität, Solidarität und Gemeinwohl - auf allen Ebenen, in den einzelnen Nationalstaaten wie besonders in Europa.

Kremer am Nachmittag zum Europa-Wahlkampf 2014 erwartet

Für den Nachmittag erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der "Sommer-Akademie für Senioren-Führungskräfte 2013" Vortrag und Diskussion von und mit Christian Kremer, dem stellvertretenden Generalsekretär der Europäischen Volkspartei (EVP) zum Thema des Europa-Wahlkampfes 2014. Dazu wird die Europäische Seniorenunion in den kommenden Monaten erstmals ein eigenes Senioren-Programm als Ergänzung zu den Programmen der EVP erstellen. (Forts. mögl.)

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