Alpine-Betriebsversammlungen: 97,3 Prozent erreicht

Muchitsch: Bei Alpine-Baustellen muss die Bauwirtschaft jetzt Fairness beweisen

Wien (OTS/ÖGB) - Innerhalb von 8 Tagen konnten bei 34 Betriebsversammlungen von Betriebsrat und Gewerkschaft 4.637 Alpine-Beschäftigte persönlich erreicht werden. Für eine Weiterbeschäftigung ist ein österreichischer Schulterschluss der Bauwirtschaft nötig. Die Interessen der Arbeiter müssen dabei im Vordergrund stehen. ++++

Es war ein sehr ambitioniertes Ziel, in 8 Tagen 34 Betriebsversammlungen mit allen Alpine-Beschäftigten abzuhalten. 4.637 Mitarbeiter sind der Einladung von Betriebsräten und Gewerkschaft gefolgt - eine Rekordbeteiligung.

Gewerkschaft Bau-Holz-Chef Josef Muchitsch zeigt sich positiv überrascht: "Mit einer Teilnahme von 97,3 Prozent der betroffenen 4.765 Beschäftigten in Österreich haben wir nicht gerechnet. Diese große Teilnahme ist auf die tolle Informationsarbeit der Betriebsräte, Gewerkschaften und der Arbeiterkammern zurückzuführen. Alle Teilnehmer wurden arbeitsrechtlich informiert und deren Anträge zur Erstattung der offenen Lohn- und Gehaltszahlungen bearbeitet."

Der leitende Sekretär der GBH, Andreas Huss, MBA, erklärt: "Jetzt gilt es, die 268 nicht anwesenden Arbeitnehmer in Abstimmung mit den Betriebsräten und den Arbeiterkammern zu kontaktieren. Das wird ein schwieriges Unterfangen, weil sich 240 noch auf Baustellen im Ausland, wie Norwegen oder Singapur, befinden. Aber wir werden unser Bestes geben und Wege finden, auch die Ansprüche dieser Kollegen fristgerecht einbringen zu können."

Sämtliche Bemühungen für eine Weiterbeschäftigung der Alpine-Mitarbeiter in Nachfolge-Firmen werden fortgesetzt. Muchitsch stellt klar fest: "Jetzt brauchen wir einen fairen österreichischen Schulterschluss der Bauwirtschaft. Die Interessen der betroffenen Mitarbeiter müssen im Vordergrund stehen, nicht Diskussionen um das Vergaberecht. Diesen Appell richte ich an alle Mitbewerber aus der Bauwirtschaft, die nun vielleicht beabsichtigen, durch Einsprüche und das Forcieren neuerlicher Ausschreibungen die Baustellen zu ihrem Vorteil wochen- und monatelang stillzulegen. So gibt es keinen Gewinner, sondern nur Verlierer. An die öffentlichen Auftraggeber appelliere ich, Möglichkeiten einer direkten und raschen Auftragserteilung zur Fortführung der Baustellen zu finden. Bei aller Wertschätzung für unsere Vergabeexperten in Österreich: Bitte zeigen Sie Möglichkeiten einer raschen Vergabepraxis auf und winken Sie nicht mit Paragraphen, um neue Ausschreibungen zu forcieren. Damit ist niemandem geholfen - weder den Auftraggebern, noch den Nachfolgeunternehmen und schon gar nicht den Beschäftigten."

Für die GBH steht fest, mit dem Schließungsantrag durch den Masseverwalter der Alpine ist der Auftrag zur Fortführung der Baustellen neu zu vergeben. Bei einer Angebotslegung zu gleichen Konditionen durch die neuen Nachfolge-Firmen wird der Wettbewerb nicht verletzt. Bei Good-Will aller Beteiligten können neue Ausschreibungen und dadurch Bauverzögerung vermieden werden. Muchitsch bringt es auf den Punkt: "Die Alpine-Mitarbeiter wollen mit ihren neuen Firmen wieder arbeiten und nicht warten, bis sich irgendwelche Rechtsexperten auf eine Lösung geeinigt haben!"

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