"profil": Dayli-Pleite: Gestohlene Million war Gesellschaftsvermögen

Forderung gegenüber Dieb Teil des Insolvenzverfahrens - Novomatic-Konzern hat 25 Millionen Euro in Dayli investiert

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, stammt jene Million Euro, die Dayli-Geschäftsführer Rudolf Haberleitner in Udine gestohlen wurde, aus dem Gesellschaftsvermögen der mittlerweile insolventen TAP Dayli Vertriebs GmbH. Konsequenterweise wurde der Geldbetrag im Zuge der Insolvenzeröffnung als "Forderung" gegenüber dem Dieb verbucht. Dies geht aus dem "profil" vorliegenden Insolvenzantrag hervor. "profil" liegt darüber darüber hinaus der Haberleitner angebotene "Darlehensvertrag" jenes Mannes vor, der sich als Geschäftsmann Ermanno R. aus Seriate nahe Bergamo ausgab. Demnach hatte R. der TAP Dayli Vertriebs GmbH einen Kredit in der Höhe von insgesamt 26 Millionen Euro auf fünf Jahre zu einer Fixverzinsung von drei Prozent per anno offeriert, forderte aber im Gegenzug die Vorabzahlung einer "Sondertilgung" in der Höhe von einer Million Euro in bar.

Wie "profil" weiter berichtet, trifft die Dayli-Pleite den Novomatic-Konzern schwerer als bisher bekannt. So haben das Unternehmen und dessen Gründer Johann Graf in Summe 25 Millionen Euro in Dayli investiert. Zehn Millionen Euro wurden 2012 in Form eines Kredites gewährt, weitere 15 Millionen Euro als einmaliger nicht rückzahlbarer Gesellschafterzuschuss folgten im Zuge der Beteiligung an der TAP Dayli GmbH im März dieses Jahres. Im Mai stieg Novomatic wieder aus, ließ das Geld in der Gesellschaft und erhielt dafür von Haberleitner einen "Besserungsschein".

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