PRO-GE Salzburg: Milliardäre sind keine ArbeitnehmerInnen-Vertreter

Bosch-Betriebsrat Erwin Hillinger mit 97% als Landesvorsitzender bestätigt

Wien (OTS/ÖGB) - "Die anhaltenden Attacken des Team Stronach gegen die Gewerkschaften machen die arbeitnehmerfeindliche Gesinnung dieser Partei deutlich. Die Salzburger Regierungsbeteiligung dieser neoliberalen Partei ist ein Schlag ins Gesicht aller BetriebsrätInnen. Wir nehmen den Fehdehandschuh gerne auf und werden noch vehementer für die Anliegen der ArbeitnehmerInnen kämpfen", kritisierte Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE, am 5. Juli 2013 bei der Landeskonferenz in Salzburg, die "Allmachtsfantasien" der Milliardärs-Partei: "Milliardäre wie Stronach brauchen keine Gewerkschaften. Die ArbeitnehmerInnen jedoch brauchen starke Gewerkschaften dringender denn je für gerechte Lohnerhöhungen, gesicherte Mitbestimmungsrechte und faire Arbeitsbedingungen." ++++

Ebenso scharf wies der PRO-GE Bundesvorsitzende die unsozialen Vorschläge der ÖVP zurück: "Wir haben ein Jahr mit großen Firmenpleiten und die ÖVP traut sich fast gleichzeitig öffentlich eine Senkung der Arbeitgeberbeiträge für den Insolvenzentgeltfonds zu fordern. Die soziale Absicherung von tausenden Beschäftigten wird für einen Wahlkampf-Gag auf das Spiel gesetzt." Auch der Vorschlag nach Senkung der Krankenkassenbeiträge stößt bei den Delegierten der Landeskonferenz auf großen Unmut: "Die Folge wären Leistungskürzungen und höheren Selbstbehalte für die Menschen. Dieser Politik erteilen wir eine klare Absage, sagte Wimmer.

Die PRO-GE Salzburg vertritt rund 10.000 Mitglieder. "Die Kollektivvertragsverhandlungen in fast allen Branchen konnten in den vergangenen Jahren nur durch die Unterstützung der BetriebsrätInnen und der gesamten Belegschaften erfolgreich abgeschlossen werden. Ohne deren starkes Auftreten hätten wir keine derart guten Lohnabschlüsse erreicht", betonte Landessekretär Siegfried Schluckner, der in den nächsten Wochen seinen Aufgabenbereich an PRO-GE-Sekretär Peter Eder übergeben wird. Seit 1992 war Schluckner Landessekretär der Gewerkschaft und seit 2004 Obmann der Gebietskrankenkasse "Ich danke für deine erfolgreiche Arbeit und für dein großes Engagement für die Anliegen der ArbeitnehmerInnen", sagte Rainer Wimmer. So ist die PRO-GE Salzburg zum Beispiel in den letzten Monaten massiv öffentlich gegen Lohndumping in der Fleischbranche aufgetreten. Zuletzt mit einer Protestaktion Mitte Juni. "Die Einhaltung des Kollektivvertrages, faire Löhne und Arbeitsbedingungen dürfen nicht gegen kurzfristige Wettbewerbsvorteile eingetauscht werden. Lohndumping sichert keine Arbeitsplätze", sagten Wimmer und Schluckner.

Neues Präsidium gewählt

Erwin Hillinger (Bosch) wurde mit 97 Prozent der Stimmen als Landesvorsitzender bestätigt. Zu den weiteren Mitgliedern des neuen Landespräsidiums wurden Sigrid Brandner (Johnson Controls), Gottfried Gastberger (Bilfinger Industrietechnik), Thomas Kinberger (Stiegl Getränke & Service), Gerlinde Konnerth (Mayer & CO), Reinhard Schwarzenberger (Salzburg Aluminium), Franz Zwerschina (Eisenwerk Sulzau) gewählt.

Rückfragen & Kontakt:

Gewerkschaft PRO-GE
Mathias Beer
Tel: ++43 1 53 444 69035
Mobil: ++43 664 6145 920
Fax: ++43 1 53 444 103273
E-Mail: mathias.beer@proge.at
Web: www.proge.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0007