Soziales Netz für Selbständige wird noch dichter

WKÖ-Präsident Leitl: Zahlreiche Forderungen der Wirtschaftskammer umgesetzt

Wien (OTS/PWK511) - Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) konnte im ersten Halbjahr 2013 und in der aktuellen Parlamentssession zahlreiche Forderungen für Unternehmerinnen und Kleinstunternehmen durchsetzen. "Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket setzen wir den Ausbau der sozialen Absicherung für Unternehmen konsequent fort. Unternehmerinnen, die Mutter werden, sind künftig in der Zeit rund um die Geburt und in der Kleinkindphase finanziell besser abgesichert. Die Voraussetzungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Selbständige werden damit massiv gestärkt", freut sich WKÖ-Präsident Christoph Leitl über die Meilensteine in der sozialen Absicherung von Unternehmen.

Durch diverse Maßnahmen speziell für Kleinstunternehmen und EPU sei es gelungen, das soziale Netz der Absicherung für Unternehmerinnen und Unternehmer noch dichter zu knüpfen und zu einem der besten in Europa zu machen, so Leitl.

Mit 1. Jänner 2013 sind folgende Verbesserungen für Selbständige im Bereich der Sozialversicherung in Kraft getreten:

  • Schaffung eines Anspruchs auf "Krankengeld" für Unternehmer bei lang andauernder Krankheit,
  • Verdoppelung des Wochengeldes,
  • Deckelung des Selbstbehaltes mit 5 Prozent des Einkommens.

Seit 1. Juli 2013 profitieren Unternehmen von zusätzlichen Entlastungen in der Sozialversicherung:

  • Entfall der Beitragsleistung in der Krankenversicherung während des Bezuges von Wochengeld bei Ruhendmeldung bzw. Unterbrechung der Erwerbstätigkeit, wobei der Krankenversicherungsschutz aufrecht bleibt,
  • Möglichkeit einer geringfügigen Selbständigkeit während des Bezugs von Kinderbetreuungsgeld, ohne unter eine GSVG-Pflichtversicherung zu fallen,
  • Deutliche Zahlungserleichterungen von Sozialversicherungsbeiträgen für Jungunternehmen.

Im gestern, Donnerstag, vom Nationalrat beschlossenen 2. Sozialversicherungs-Änderungsgesetz 2013 (2. SVÄG 2013) wurde die Möglichkeit der Befreiung von Sozialversicherungsbeiträgen für Eltern ausgeweitet. Eine Befreiung für Eltern kann ab 1. Juli 2013 bis zu maximal vier Jahre nach der Geburt eines Kindes ausgedehnt werden, wenn die jährlichen Einkünfte unter 4.641,60 Euro liegen und der Jahresumsatz nicht mehr als 30.000 Euro ausmacht. "Damit wird es gerade für Kleinstunternehmen wieder ein Stück leichter, Kinder und Karriere unter einen Hut zu bringen", so Leitl.

Mit nächstem Jahr kommt eine weitere Erleichterung hinzu: Ab 1. Jänner 2014 können Ein-Personen-Unternehmen und Kleinstunternehmen eine Überbrückungshilfe in besonderen Härtefällen in der Form von Zuschüssen zu den Kranken- und Pensionsversicherungsbeiträgen erhalten.

Zudem wurde eine Forderung für gewerbliche PensionbezieherInnen erfüllt: Diese können ab nächstem Jahr von Zusatzbeiträgen zur Selbständigenvorsorge befreit werden. "Die WKÖ konnte damit erreichen, dass selbständige PensionistInnen ab kommendem Jahr eine Wahlmöglichkeit hinsichtlich einer allfälligen Zusatzpension haben" unterstreicht Leitl. (PM)

Rückfragen & Kontakt:

Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
Dr. Martin Gleitsmann
Telefon: +43 (0)5 90 900 4286
E-Mail: Martin.Gleitsmann@wko.at
Internet: http://wko.at/sp

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0003