Bayr zur Lage in Ägypten: Militärputsch führt zur zweiten Revolution

Demokratie braucht Frauen von Anfang an

Wien (OTS/SK) - Nur ein Jahr nach der Wahl von Mohamed Mursi zum Präsidenten wurde er und die hinter ihm stehende Regierung der Muslimbrüder durch das ägyptische Militär abgesetzt. "Ich verurteile das Vorgehen des ägyptischen Militärs und hoffe, dass es ohne Gewaltausbrüchen bald zu demokratischen Wahlen in Ägypten kommt", stellt Petra Bayr, Bereichssprecherin für Globale Entwicklung der SPÖ, heute Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. Als erster freigewählter Präsident hat Mursi es nicht geschafft, seine Versprechen für die ägyptische Demokratie einzuhalten, im Gegenteil:
"Durch eine Verfassungsänderung hat Mursi seinen Machtbereich ausgeweitet und gleichzeitig die ägyptische Bevölkerung gespalten. Dennoch ist das Vorgehen des Militärs inakzeptabel", kommentiert Bayr und hofft, dass es bald zu demokratischen Wahlen kommt, die von einem Wandel hin zur Demokratie begleitet werden. ****

Nun seien alle demokratischen Mächte in Ägypten gefordert, damit "es zu keinem Gewaltausbruch kommt und das Militär nicht eine Diktatur etabliert", ruft Bayr die politischen Kräfte in Ägypten zur Gegenseitigen Akzeptanz und einen möglichst demokratischen Vorgehen auf. Nach den zahlreichen Berichten über sexuelle Übergriffe am Tahir Platz ist Bayr über die Rechte der Frauen und deren Sicherheit besonders besorgt: "Es ist unabdingbar auch die Sicherheit und Rechte der Frauen ständig unter Beobachtung zu haben und sich für diese stark zu machen." In den Aufbau der Demokratie müssten Frauen jetzt schon gleichberechtigt einbezogen werden - "und das geht nicht, wenn Mädchen und Frauen im öffentlichen Raum Angst vor sexuellen Übergriffen haben müssen. Demokratie braucht Frauen und das von Anfang an", ist Bayr überzeugt. (Schluss) sn/mp

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