Rübig: Spionageskandal - EU-Parlament besorgt um Sicherheit von E- Government

Wissenschaftsausschuss des EU-Parlament gab Expertenbericht in Auftrag, wie öffentliche Verwaltungen besser gegen Datenklau geschützt werden können

Brüssel, 05. Juli 2013 (OTS) Vor dem Hintergrund des Spionageskandals sorgt sich das EU-Parlament um die Sicherheit von E-Government-Systemen. "Jeder Bürger hat ein Recht auf seine Daten. Je weiter die technologische Entwicklung von elektronischen Verwaltungssystemen und E-Government voranschreitet, desto mehr stellen sich Sicherheitsfragen. Auch hier muss missbräuchliche Verwendung ausgeschlossen werden", so der Forschungssprecher der ÖVP im EU-Parlament, Paul Rübig. "E-Government-Systeme enthalten ein bedeutendes Risiko, was Sammlung, Speicherung, Verarbeitung und Austausch von persönlichen und vertraulichen Daten betrifft“, heißt es in einem vom zuständigen parlamentarischen Ausschuss für Wissenschaft und Technik (STOA) in Auftrag gegebenen Expertenbericht. Rübig ist stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses. ****

Der Bericht beruht auf einer von März 2011 bis Juni 2013 durchgeführten Untersuchung von existierenden E-Government-Systemen. Als eines der Hauptprobleme wird dabei das Fehlen gemeinsamer europäischer Schutzstandards genannt. "Derzeit fehlt es in Europa an einer umfassenden Sicherheitsstrategie", monieren die EU-Abgeordneten. Neben besseren Verschlüsselungstechnologien wird in dem Bericht auch vorgeschlagen, Daten in größtmöglichem Ausmaß anonym zu erheben. Im Bereich von Gesundheitsanwendungen sollte es Mindeststandards bezüglich der Erteilung von Zugriffsberechtigungen an Ärzte geben, um Missbrauch auszuschließen.

"Es ist wahrscheinlich, dass wir alle in einigen Jahren elektronische Reisepässe, Personalausweise und Sozialversicherungskarten haben werden. Hier muss von Anfang an an die Sicherheit und den Schutz der dahinterliegenden Systeme gedacht werden. Auch muss gewährleistet sein, dass die Bürger sowohl rechtlich als auch technisch volle Kontrolle über ihre Daten haben", betont Rübig. Insgesamt sei die Herausforderung in der öffentlichen Verwaltung, eine "gesunde Balance zwischen Privatsphäre und Transparenz zu gewährleisten", so der ÖVP-Abgeordnete.

Ausschuss für Wissenschaft und Technik (STOA) des EU-Parlaments:
http://www.europarl.europa.eu/stoa/cms/home/about

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