Die Top 10 der größten Sommerunfallgefahren 2013

KFV Prognose: Mehr als 100.000 Freizeitunfälle in den Sommermonaten Juli und August erwartet!

Wien (OTS) - Fast überall in Österreich blauer Himmel und strahlender Sonnenschein: Doch so schön der Sommer auch sein mag, er birgt auch Gefahren. Jahr für Jahr verletzen sich in den Sommermonaten Juli und August tausende Menschen bei Freizeitunfällen so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Nach wie vor haben Freizeit- und Sportunfälle in Österreich den größten Anteil am Unfallgeschehen.

Jede Minute ein Freizeit- oder Sportunfall in Österreich Radfahren, Schwimmen, gemütliche Grillabende oder Gartenarbeit - die Sommermonate bieten vielerlei Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Doch so schön der Sommer auch sein mag, ganz ungefährlich ist er nicht: "Laut unseren Prognosen werden sich in den heurigen Monaten Juli und August rund 102.000 Menschen bei Freizeitunfällen so schwer verletzen, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen", erläutert DI Klaus Robatsch, Leiter des Bereiches Forschung & Wissensmanagement im KFV.

Top 10 der Freizeit- und Sportunfälle im Sommer

Mehr als 8.000 verletzte Fußballer und Fußballerinnen werden für die kommenden Monate erwartet. Das sind fast 25 Prozent aller Sportverletzten im Sommer überhaupt!

Aber auch beim Radfahren (Platz 2: 6.100 Personen), beim Wandern bzw. Bergsteigen (Platz 3: 3.100 Personen; davon 34 Prozent über 65 Jahre), bei Badeunfällen (Platz 4: 2.700 Personen; davon 26 Prozent Kinder), oder beim Mountainbiken (Platz 5: 2.000 Personen) werden sich mehr Menschen verletzen als man annehmen würde. Unter den Unfall Top Ten bei Freizeit- und Sportaktivitäten im Sommer werden sich darüber hinaus Inlineskaten und Skateboarden (1.600 Personen), Hand-, Volley-, Basketball (1.500 Personen), Gymnastik (1.400 Personen), Jogging, Laufen (1.100 Personen) und Tennis (800 Personen) befinden.

Egal ob Inline-Skaten, Fahrradfahren oder Fußballspielen: Ein Großteil der Verletzten im Juli und August werden Männer sein, nämlich rund 70 Prozent. Fast jeder zweite Unfallpatient (47 Prozent) wird jünger als 25 Jahre sein. Wie übermütig es im Sommer gerade beim Sport teils zur Sache geht, zeigt auch der hohe Anteil an Frakturen (ca. 50 Prozent), die vor allen die oberen Extremitäten betreffen (fast 70 Prozent). Der Anteil der Kopfverletzungen beträgt ca. 7 Prozent und kann vor allem bei Badeunfällen durch "Kopfsprünge" bis zu 20 Prozent betragen. Aber auch Sehnen- und Muskelverletzungen (24 Prozent), vor allem im Knie und Fußgelenk, und Prellungen (9 Prozent) werden den Ärzten zu schaffen machen. "Wer die Gipsabteilungen der Krankenhäuser nicht von innen kennen lernen möchte, muss vor allem zwei Tipps befolgen: Regelmäßiges Training und die richtige Schutzausrüstung sind oft die besten Garanten für mehr Sicherheit in Sport und Freizeit. Viele vergessen in ihrer Euphorie über die lang ersehnten sommerlichen Temperaturen, dass ihr Körper nicht auf die Aktivitäten vorbereitet ist. Hobbykicker sollten z.B. entsprechend ihrer Kondition Spielzeit und Spielfeldgröße reduzieren und immer mit Schiedsrichter spielen. Für Inline-Skater und Skateboarder sind Handgelenksschoner, Helm, Ellenbogen- und Knieschützer ein absolutes Muss, beim Radfahren soll immer ein passender Radhelm getragen werden" so Robatsch.

Achtung: Auch Verkehrsunfälle sind im Sommer am häufigsten!

Dass viele gerade im Sommer schnell "in die Freizeit" wollen, lässt sich auch an den Verkehrsunfällen auf Österreichs Straßen feststellen: Demnach gibt es im Juli und August die meisten Crashes im Jahresverlauf (rd. 3.800 Unfälle mit Personenschaden pro Monat, der Durchschnitt liegt bei 3.000 Unfällen mit Personenschaden). Als Hauptunfallursachen tödlicher Verkehrsunfälle gelten nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit, Vorrangverletzung, Unachtsamkeit/Ablenkung, Überholen, Alkohol am Steuer, Fehlverhalten von Fußgängern und Übermüdung.

Statistik für mehr Sicherheit

Seit über zehn Jahren erhebt das KFV als eine der führenden Forschungsinstitutionen im Bereich Unfallprävention auch Daten zum Unfallgeschehen zu Hause, in der Freizeit sowie beim Sport. Auf Basis dieser umfassenden statistischen Informationen ist es möglich, weitere neue Konzepte zur Verringerung der Unfallzahlen zu entwickeln, verschiedenste Prioritäten in der Unfallprävention zu setzen und Erfolge in der geleisteten Präventionsarbeit nachzuweisen.

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(Kuratorium für Verkehrssicherheit):
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